Donnerstag , 1. Oktober 2020
Die Frau aus Berlin soll kranke Welpen verkauft haben. (Symbolbild) Quelle: Mateusz Grabowski/Unsplash

Gefälschte Papiere: Frau verkauft kranke Hundewelpen im Internet – Haftbefehl

Gegen eine Frau aus Berlin liegt ein Haftbefehl vor, weil sie online rund 30 kranke Hundewelpen verkauft haben soll. Zudem soll die 24-Jährige die Impfpapiere manipuliert haben. Kurz nach dem Verkauf sterben die meisten Welpen bei ihren neuen Besitzern.

Berlin. Eine Berlinerin soll kranke junge Hunde mit gefälschten Papieren über ein Internetportal verkauft haben. Am Donnerstag wurde ein Haftbefehl gegen die 24-Jährige vollstreckt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Rund 30 solcher Fälle werden ihr zur Last gelegt.

Die Wohnung der Verdächtigen in Berlin-Hohenschönhausen wurde demnach am Morgen durchsucht. Die Frau kam laut Mitteilung nicht in Untersuchungshaft. Ein Haftrichter habe angeordnet, dass die mutmaßliche Verkäuferin mit strengen Auflagen auf freiem Fuß bleibt. Der Haftbefehl sei aber nicht aufgehoben.

Viele Welpen sterben

Die Tatverdächtige soll die Welpen für durchschnittlich 300 bis 500 Euro verkauft haben, dabei soll sie manipulierte Impfpapiere vorgelegt haben. Die Tiere starben demnach nach kurzer Zeit oder die Käufer konnten die Hunde nur mit hohen Kosten am Leben halten.

Auch im brandenburgischen Jänschwalde (Spree-Neiße) wurde laut Staatsanwaltschaft eine Wohnung durchsucht – die der Mutter. Die 49-Jährige konnte nach Abschluss der Durchsuchung aber zu Hause bleiben. Die Ermittler beschlagnahmten umfangreiche Beweismittel sowie Bargeld. Ermittlungen wegen Geldwäsche seien eingeleitet worden.

RND/dpa