Samstag , 19. September 2020
Niemand im thailändischen Lopburi kann sich an eine Zeit ohne Affen erinnern. Quelle: Glomex/Euronews

Affen übernehmen Stadt in Thailand: Kämpfe, Randale und Gestank

Der Touristenmagnet der thailändischen Stadt Lopburi hat sich zu einer Plage entwickelt: Tausende Affen sorgen immer öfter für Chaos auf den Straßen und bestehlen die Einheimischen. Jetzt wollen die thailändischen Behörden gegen die hohe Zahl der Tiere vorgehen.

Lopburi. In der thailändischen Stadt Lopburi sind die Affen los. Das ist dort nichts Ungewöhnliches, die zahlreichen Langschwanzmakaken gelten als Touristenmagnet. Doch nun entwickeln sich die Tiere zu einer echten Plage. Die Affen vermehren sich so schnell, dass die thailändischen Behörden jetzt eingreifen wollen.

Sterilisation angeordnet

Videos zeigt das Ausmaß der Population. Die Affen laufen quer über die Straßen, behindern den Verkehr und richten Zerstörung an. Ein weiteres Problem sind die Exkremente der Tiere und der damit verbundene Gestank.

Insgesamt 500 Tiere sollen jetzt sterilisiert werden, um das Populationswachstum einzudämmen. Die Tiere in die umliegenden Wälder umzusiedeln sei keine Option. Die Stadt-Affen würden in der freien Wildbahn nicht überleben, sie ernähren sich hauptsächlich von geklauten Lebensmitteln von Touristen und Einheimischen. Das Einfangen der Tiere sei allerdings nicht leicht.

Affenkampf auf der Straße

Da durch die Corona-Krise so gut wie keine Touristen mehr in der Stadt sind, fehlt es den Affen obendrein an Futter. Schon im März beobachtete und filmte ein Bewohner der rund 150 Kilometer nördlich von Bangkok liegenden Stadt, wie hunderte Affen auf einer Kreuzung um Nahrung kämpften. Normalerweise seien bei solchen Rudelkämpfen nur rund fünf bis zehn Tiere involviert.

RND/nis