Samstag , 26. September 2020
Gitarristin Emily Robison, Sängerin Natalie Maines und Geigerin Martie Maguire nennen sich jetzt nur noch The Chicks. Quelle: imago images/UPI Photo

Rassismusdebatte: Dixie Chicks ändern ihren Namen

Die US-Country-Band The Dixie Chicks heißt jetzt nur noch The Chicks. Auf den Accounts der Gruppe in sozialen Netzwerken wurde der Name am Donnerstag geändert – was dahintersteckt.

Nashville. Offenkundig zur Unterstützung der Proteste gegen Rassismus und Benachteiligung von Schwarzen in den USA hat die populäre Frauenband Dixie Chicks überraschend ihren Namen geändert. Das Trio strich kurzerhand das “Dixie” – ein Synonym für den alten Süden der USA – aus dem Namen und nennt sich ab sofort nur noch The Chicks, wie am Donnerstag auf der Website der Band zu sehen war. “Wir wollen diesem Moment entsprechen”, hieß es auf ihrer Webseite in Bezug auf die aktuelle Debatte um Rassismus und das Erbe der Südstaaten in den USA.

Dort ist zudem ein Video mit einem neuen Lied abrufbar: “March, March” (Marschiere, marschiere) heißt der Song, der mit Bildern von Demonstrationen für Klimaschutz, gegen Krieg und auch gegen Rassismus begleitet wird. Am Ende des Videos werden zahlreiche Namen von Opfern rassistischer Gewalt eingespielt – an prominenter Stelle der Afroamerikaner George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben kam.

Schon unter dem alten Namen war die Band bekannt dafür, dass sie gesellschaftskritische Themen gerne aufgriff. Wegen der Ablehnung des Irak-Kriegs und der Politik des damaligen Präsidenten George W. Bush geriet das Trio selbst in den Mittelpunkt öffentlicher Kritik von bisherigen Fans seiner Countrypop-Musik. Nach diesem Aufschrei 2003 und einem zunehmenden Boykott legte die Band eine lange Pause ein – ein neues Album soll Mitte Juli erscheinen.

RND/dpa/AP