Montag , 26. Oktober 2020
Der Leoparden-Nachwuchs aus dem Zoo in San Diego. Quelle: Glomex/Euronews

Seltenste Raubkatze der Welt: Zoo freut sich über Leoparden-Nachwuchs

Der Amurleopard gehört mit knapp 100 Exemplaren zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, gilt sogar als seltenste Großkatze der Welt. Im Zoo von San Diego zeigen jetzt zwei im April geborene Amurkätzchen possierliches Kraxeln auf Felsen und in Bäumen.

Überraschung für Besucher des Zoos von San Diego: Es gibt jetzt zwei junge Amurleoparden zu sehen. Die Kätzchen wurden am 26. April geboren. Man kann ihnen derzeit zusehen, wie sie gemeinsam mit Leopardenmutter Satka ihr Außengehege erforschen.

“Sie kraxeln auf die Felsen, klettern auch in den Bäumen herum, hören manchmal auf Mama und manchmal auch nicht”, schmunzelt Kelly Murphy, Chefin der Wildtierpflege im Zoo. “Ihre Persönlichkeiten entfalten sich noch. Und ich bin gespannt, was aus ihnen wird.”

Erste Begegnung mit dem Tierarzt steht bevor

Die kleinen Raubkatzen haben noch keine Namen. In dieser Woche haben sie ihre erste Begegnung mit dem Tierarzt. Dann wird auch ihr Geschlecht festgestellt, wie CBS Los Angeles berichtet.

Amurleoparden lebten einst im nördlichen Korea, im Nordosten Chinas und im Südwesten der russischen Region Primorje. Seit 1995 sind sie vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2007 war der Bestand der Leoparden-Unterart in freier Wildbahn auf 14 bis 20 Exemplare geschrumpft. Heute wird der Bestand in Russland und China auf knapp unter 100 Tiere geschätzt. Immer noch gilt der Amurleopard als seltenste Raubkatze der Welt.

Seit dem 20. Juni haben der Zoo San Diego und sein Safaripark ihre Pforten wieder geöffnet. Mitte März waren beide wegen der Pandemie geschlossen worden. Etwas Vergleichbares hatte es in ihrer 103-jährigen Geschichte nicht gegeben.

RND/big