Samstag , 8. August 2020
Ein Gottesdienst als "Spreader-Event"? Mitarbeiter von Tönnies trafen auf Mitarbeiter von Westcrown - und dort waren die Infektionszahlen in diesem Moment schon äußerst hoch. Quelle: imago images/Rust/RND Montage Behrens

Erste Infizierte nach Gottesdienst: Wanderte Corona von Schlachthof zu Schlachthof?

Die ersten Corona-Infizierten im Kreis Gütersloh, wo der Schlachthof von Tönnies seinen Sitz hat, hat es nach einer „kirchlichen Veranstaltung“ gegeben. Daran nahmen wohl auch Mitarbeiter eines Tönnies-Konkurrenten teil, bei dem es schon zu Infektionsfällen gekommen war.

Düsseldorf. Die ersten Welle von Infizierten im Kreis Gütersloh hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai im Zusammenhang mit einer „kirchlichen Veranstaltung“ gegeben. Das sage Staatssekretär Edmund Heller am Donnerstagmorgen in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag.

Nach Recherchen des Portals “t-online.de” handelte es sich um einen Gottesdienst, der am 17. Mai stattfand. Bei diesem Gottesdienst seien Tönnies-Mitarbeiter und auch Arbeiter eines Tönnies-Konkurrenten dabei gewesen – dabei soll es sich um den Fleischfabrikanten Westcrown handeln. Das Unternehmen habe zu dem Zeitpunkt bereits “mit großen Ausbrüchen zu kämpfen” gehabt.

Auch Treffen in Restaurant

Etwa zeitgleich hätten sich andere Mitarbeiter beider Unternehmen laut Auskunft des Landkreises Osnabrück in einem Restaurant getroffen, berichtet “t-online”. Ab diesem Zeitpunkt seien die gemeldeten Corona-Fälle bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in die Höhe geschossen.

RND/dpa/seb