Sonntag , 27. September 2020
Mit großem Glück ist ein 15-Jähriger in Rheinland-Pfalz nur knapp dem Tod entkommen (Symbolbild). Quelle: imago images/Martin Bäuml Fotodesign

Wollte sich betrunken ausruhen: 15-Jähriger überlebt Schlaf in Gleisbett

Betrunken wollte er sich auf dem Heimweg ausruhen – und suchte sich dafür unbewusst ein Gleisbett einer Bahnstrecke aus. Mit großem Glück ist ein 15-Jähriger in Rheinland-Pfalz nur knapp dem Tod entkommen. Er schlief auf dem Gleisbett ein, ohne zu merken, wie sich ein Regionalzug näherte.

Kirn. Mit großem Glück ist ein 15 Jahre alter, betrunkener Jugendlicher an einer Bahnstrecke in Rheinland-Pfalz nur knapp dem Tod entgangen. Laut Polizei hatte sich der Jugendliche nach einem Treffen mit Freunden in Kirn im Kreis Bad Kreuznach auf dem Heimweg ausruhen wollen – und sich dafür in der Nacht zum Mittwoch unbewusst ein Gleisbett einer Bahnstrecke ausgesucht. Der 15-Jährige schlief ein und merkte laut Polizei nicht, wie sich ein Regionalzug näherte.

Wo genau der Junge gelegen hatte, war zunächst unklar. Die Polizei hatte angegeben, der 15-Jährige habe zwischen zwei Schienen geschlafen und der Zug sei über ihn hinweggefahren. Die Deutsche Bahn (DB) teilte hingegen mit, der Jugendliche habe neben dem Gleis gelegen.

Abschnitt der Bahnstrecke wurde gesperrt

Der Zugführer bemerkte laut Polizei den Jugendlichen und alarmierte umgehend die Leitstelle der Bahn. Der Bahnverkehr wurde auf dem Abschnitt der Bahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Saarbrücken gesperrt. Rettungskräfte fanden den Jugendlichen unversehrt und mussten ihn wecken. Der 15-Jährige gab an, nicht zu wissen, wo er sich befunden habe. Ihm wurde mit einem eindringlichen Gespräch verdeutlicht, dass er „den heutigen Tag auch als zweiten Geburtstag ansehen könnte“, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß. Danach wurde er in die Obhut des Vaters übergeben.

Sowohl die Polizei als die DB warnten davor, sich in der Nähe von Gleisen aufzuhalten. „Das ist immer lebensgefährlich“, sagte ein DB-Sprecher. Die Polizei ermittelt nun gegen den 15-Jährigen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

RND/dpa