Dienstag , 20. Oktober 2020
Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern nach einem Unfall mit einer Pferdekutsche auf dem Friedhof Ohlsdorf den Unfallort. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Freispruch nach Kutschenunfall auf Hamburger Friedhof: “Es war eine Tragödie”

Zwei Jahre nach einem tödlichen Kutschenunfall auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg hat das Amtsgericht die ehemalige Inhaberin des Pferdedroschkenbetriebs freigesprochen. Die Angeklagte habe ihre Sorgfaltspflicht nicht verletzt und sich somit auch nicht der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht, sagte Richter Björn Jönsson am Mittwoch. Bei dem Unfall kippte die Kutsche um, zwei ältere Frauen wurden unter dem Wagen eingeklemmt. Eine 78-Jährige starb, eine 80-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.

Hamburg. Die Angeklagte hatte seit 2017 Kutschfahrten über den 390 Hektar großen Parkfriedhof angeboten. Bei einem Halt vor einer zweiten Tour am 26. September 2018 waren die Pferde durchgegangen, als bereits zwei Fahrgäste in der Kutsche saßen und zwei weitere gerade auf dem Trittbrett standen.

Die Pferde zogen das Gefährt auf die Cordesallee, die zentrale Verkehrsachse des Friedhofs, wo es mit einem Auto zusammenstieß. Bei dem Unfall kippte die Kutsche um, zwei ältere Frauen wurden unter dem Wagen eingeklemmt. Eine 78-Jährige starb, eine 80-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.

Auch die beiden anderen Fahrgäste und der 50 Jahre alte Autofahrer erlitten Verletzungen. Eines der Pferde musste eingeschläfert werden.

RND/dpa