Donnerstag , 24. September 2020
An der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind in den vergangenen Tagen an mehreren Orten Hunderte tote Fische angeschwemmt worden. Quelle: Rainer Schulz/Schutzstation Watt

Tote Heringe am Strand: Rätselhaftes Fischsterben an der Nordseeküste

Hunderte tote Fische treiben vor der Nordseeküste in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Besonders betroffen sind die Küsten von Büsum, Eiderstedt, Nordstrand und Cuxhaven. Über die Ursache rätseln die Behörden noch.

Cuxhaven. Vor Cuxhaven sei vor allem die Grimmershörnbucht und der Fährhafen betroffen, sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag. Der Auslöser für das massenhafte Sterben sei noch unbekannt. Zusammen mit den zuständigen Behörden werde versucht, die Ursache so schnell wie möglich herauszufinden. Gesichtet worden seien unter anderem tote Heringe, Störe und Aale.

Ergebnisse in einigen Tagen

Auch die Schutzstation Wattenmeer in Husum rätselt über die Ursache. “Das Meerwasser ist nur etwa 20 Grad warm, und Heringe weichen vor Überhitzung normalerweise in tieferes Wasser aus”, sagt der Biologe Rainer Borcherding. An den Fundstellen seien Proben entnommen worden. Die Ergebnisse der Analysen sollen in einigen Tagen vorliegen. Nach Informationen des Internetportals BeachExplorer.org wurden die Fische vor Büsum, Eiderstedt, Nordstrand und Cuxhaven angeschwemmt.

RND/dpa