Samstag , 19. September 2020
Menschen sind aus ihren Häusern auf die Straße geflüchtet, um sich in Sicherheit zu bringen. Quelle: imago images/Agencia EFE

Schweres Erdbeben im Süden von Mexiko: Tsunami-Warnung

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 hat den Süden Mexikos erschüttert. Selbst im Zentrum des Landes war der Erdstoß noch zu spüren. Menschen verließen ihre Häuser. Über Schäden ist zunächst nicht bekannt – doch die US-Behörden haben eine Tsunami-Warnung für die Küste ausgesprochen.

Oaxaca. Der Süden von Mexiko ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 lag 23 Kilometer südlich der Ortschaft Crucecita im Bundesstaat Oaxaca in einer Tiefe von fünf Kilometern, wie der seismologische Dienst am Dienstag mitteilte. Auch in Mexiko-Stadt war der Erdstoß zu spüren. Zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit.

„Bislang liegen uns keine Berichte über Opfer oder Schäden vor“, sagte der Leiter des Zivilschutzes, David León, im Fernsehsender Milenio. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen.

US-Behörden sprechen eine Tsunami-Warnung aus

Auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Puebla und Chiapas war der Erdstoß zu spüren. Wenig später wurde ein Nachbeben der Stärke 3,9 registriert. Die US-Behörden sprachen eine Tsunami-Warung für die Küste von Mexiko aus. Auch für die Nachbarstaaten Honduras, El Salvador und Nicaragua gilt die Warnung.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist. Beim bislang letzten starken Beben in Mexiko im September 2017 kamen 369 Menschen ums Leben. Das Unglück ereignete sich genau 32 Jahre nach dem stärksten Beben der jüngeren Geschichte, als 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10.000 Menschen starben.

RND/dpa/msk