Mittwoch , 30. September 2020
Selbst bei 25 Grad draußen wird das Auto zur tödlichen Falle für Tiere. (Symbolbild)

Besitzer vergnügen sich in Europapark – Hunde aus überhitztem Auto befreit

Die Besitzer amüsierten sich im Europapark in Rust, die Hunde kämpften draußen auf dem Parkplatz gegen die Hitze an: Die Feuerwehr hat am Montag zwei erschöpfte Terrier aus einem Auto befreit. Da die Eigentümer nicht ausfindig gemacht werden konnten, übernahm das Tierheim die Hunde.

Rust. Die Menschen wollten mal wieder Spaß haben – und erkundeten den erst kürzlich wiedereröffneten Europapark in Rust. Die Haustiere hatten sie auch dabei, allerdings ließen sie die beiden Hunde im Auto zurück. Obwohl das Thermometer am Montag bis zu 25 Grad anzeigte und die Sonne bis zu zehn Stunden strahlte, mussten die Tiere der Hitze auf dem Parkplatz trotzen. Das teilt die Polizei Offenburg mit.

Demnach hatten die Besitzer wohl einige Fenster geöffnet gelassen, die beiden im Auto eingeschlossenen Terrier seien aber dennoch enorm erschöpft gewesen. Die Polizei wurde auf den Fall aufmerksam – und da die Besitzer nicht erreichbar waren, schlugen Feuerwehr und Tierheim die Scheiben des Autos ein, um die Tiere zu befreien. Das Tierheim nahm die beiden Terrier vorübergehend auf. Die Polizei machte keine weiteren Angaben zu den Besitzern.

Schon 2019 starben drei Hunde auf dem Europapark-Parkplatz

Es ist nicht das erste Mal, dass Hunde in überhitzten Autos zurückgelassen werden, während die Eigentümer sich im Freizeitpark amüsieren. Im April 2019 hatte ein Fall bundesweit für Aufsehen gesorgt. Bei Temperaturen von 25 Grad hatte ein 33-Jähriger drei junge Hunde in seinem Wagen gelassen, während er mit seiner Freundin den Europapark erkundete. Die drei Hunde leckten sogar noch die Scheiben ab, aber es half nichts: Alle drei starben in dem Auto, das sich auf 60 Grad erhitzt hatte.

RND/msk