Sonntag , 27. September 2020
Früher wurden hier Autos gebaut, heute werden Corona-Infizierte versorgt. Quelle: Friso Gentsch/Volkswagen/Volkswa

Lazarett in altem VW-Werk: Deutschland hilft Südafrika in Corona-Krise

In Port Elizabeth gibt es auf einem alten Werkshof von Volkswagen nun ein Lazarett zur Behandlung von Corona-Kranken. Der Autokonzern und die Bundesrepublik helfen Südafrika damit im Kampf gegen das Coronavirus. Das Land ist schwer getroffen und verzeichnet bereits mehr als 100.000 Fälle.

Port Elizabeth. Als „Zeichen der Solidarität“ hat Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Dienstag die Umwandlung einer alten Volkswagen-Fabrik in eine Corona-Klinik gewürdigt. Die medizinische Einrichtung in Port Elizabeth hat Platz für bis zu 3300 Betten sowie medizinische Infrastruktur. Sie sei in Rekordzeit umgebaut worden, sagte Mkhize in Niedersachsens Partnerprovinz am Ostkap.

VW hatte die rund 66.000 Quadratmeter große Fabrik seit Ende 2019 nicht mehr genutzt und war dabei, sie zu verkaufen. Nun wurde sie mit Unterstützung der Bundesregierung in ein Lazarett umgebaut, das von der südafrikanischen Regierung betrieben werden soll. VW trug nach eigenen Angaben 28 Millionen Rand (rund 1,4 Millionen Euro) zur Klinik bei.

Südafrika ist in Afrika am schwersten von Corona betroffen

Südafrika hat mit mindestens 101.590 bestätigten Erkrankungen mehr Covid-19-Fälle als jedes andere Land in Afrika. Bislang sind laut Mkhize mehr als 50 Prozent der Infizierten wieder geheilt. 1991 Menschen sind jedoch in Südafrika an der Krankheit gestorben. Nach Angaben des Ministers wurde die Krankenhausbetten-Kapazität des Landes für Covid-19-Fälle auf mehr als 27.000 gesteigert.

RND/dpa