Samstag , 26. September 2020
Der Rapper Gzuz (hinten, r.), Mitglied der Hamburger Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande, und sein Anwalt Christopher Posch (hinten, l) stehen vor dem Prozess vor dem Eingang zum provisorischen Gerichtssaal im Strafjustizgebäude. Quelle: Christian Charisius/dpa

Prozess gegen Rapper Gzuz ist gestartet: Befangenheitsantrag gegen Richter gestellt

Der Gangster-Rapper Gzuz steht wieder vor Gericht. Ihm werden Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen. Nachdem er im Februar wegen Nichterscheinens beim Prozess 100.000 Euro Kaution zahlen musste, kam er diesmal pünktlich zum Termin.

Hamburg. Mit der Verlesung der Anklage und ersten Zeugenbefragungen hat am Dienstag in Hamburg der Prozess gegen Gangster-Rapper Gzuz (31) begonnen. Dem Mitglied der Hamburger Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande werden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen. In der Silvesternacht 2018/2019 soll der Angeklagte aus einer Schreckschusspistole mehrere Schüsse mit pyrotechnischer Munition abgefeuert und Videoaufnahmen davon im Internet hochgeladen haben.

Zu Beginn der Verhandlung hatte der Anwalt des Angeklagten einen Befangenheitsantrag gegen den Richter Johann Krieten gestellt. Es gebe Anhaltspunkte, die an einer Unvoreingenommenheit des Richters zweifeln ließen. Außerdem sagte der Anwalt, dass er am 2. Juni eine Strafanzeige gegen den Richter wegen des Verdachts der Rechtsbeugung und der Freiheitsberaubung gestellt habe.

Rapper Gzuz mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten

Der 31-Jährige ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Zum Prozessauftakt Mitte Februar war Gzuz nicht erschienen und musste daraufhin wegen unentschuldigten Fernbleibens eine Kaution von 100.000 Euro zahlen. Diesmal erschien er in Begleitung seines Anwalts pünktlich zum Gerichtstermin.

RND/dpa