Freitag , 2. Oktober 2020
Die ersten 350 Einwohner des unter Quarantäne gestellten Wohnkomplexes in Göttingen dürfen wieder raus. Quelle: Swen Pförtner/dpa

Quarantänehaus in Göttingen: Erste Bewohner dürfen raus

Die ersten 350 Bewohner des in Göttingen unter Quarantäne gestellten Wohnkomplexes durften am Montagabend das Grundstück verlassen. Sie waren zuvor zweifach negativ auf das Coronavirus getestet worden. Doch nur ein Bruchteil von ihnen nutzte die Chance.

Göttingen. Die Stadt Göttingen hat die Quarantänemaßnahmen in dem als Corona-Hotspot bekannt gewordenen Wohnkomplex am Montagabend gelockert. Wie das “Göttinger Tageblatt” (GT) berichtet, durften die ersten 350 Bewohner nach zwei Negativtests das Grundstück verlassen. Doch viele nutzten die Chance bisher nicht.

Demnach stellten sich am Montagabend nur etwa 20 Menschen an der improvisierten Auslasskontrolle an, um den Komplex nach vier Tagen erstmals wieder zu verlassen. Die einen nutzten die Gelegenheit, mit der Familie eine Runde durch die Stadt zu spazieren, andere führten den Hund aus oder erledigten Besorgungen. Die meisten kehrten allerdings schon nach kurzer Zeit in den Wohnblock zurück.

350 Personen dürfen jetzt mit Maske raus

Die 350 Personen, die die Lockerungen betreffen, wurden laut “GT” mit Bescheiden darüber informiert – aber auch mit einer Sprachnachricht, die auf Deutsch und Rumänisch verschickt wurde. Sie dürfen nun, wann immer sie wollen, raus, wenn sie ihren Bescheid vorzeigen. Bei Verlassen des Komplexes müssten sie allerdings immer eine FFP2-Maske tragen und dürften sich maximal in Dreiergruppen bewegen.

RND/hsc