Mittwoch , 30. September 2020
Kurz vor dem Spiel des englischen Fußball-Meisters Manchester United gegen den FC Burnley flog am Montagabend ein Flugzeug mit einem Banner über das Etihad-Stadion. Quelle: Getty Images

Flugzeug mit rassistischer Parole fliegt über Stadion in Manchester

Unschöne Szene kurz vor Anpfiff: Kurz vor dem Spiel des englischen Fußball-Meisters Manchester City gegen den FC Burnley flog am Montagabend ein Flugzeug mit einem Banner über das Etihad-Stadion. Zu lesen war darauf die Aufschrift „White Lives Matter – Burnley“ (Weiße Leben zählen – Burnley).

Manchester. Beim Spiel des englischen Fußball-Meisters Manchester City gegen den FC Burnley ist es zu einer unschönen Szene gekommen. Am Montagabend flog kurz nach dem Anpfiff ein Flugzeug mit einem Banner mit der Aufschrift “White Lives Matter – Burnley” (Weiße Leben zählen – Burnley) über das Etihad-Stadion. “Verdammte Scheiße, was für eine Peinlichkeit. Absolute Schande”, twitterte der englische Journalist Sam Lee unter ein Foto des Banners.

Die Spieler beider Vereine hatten zuvor vor dem Anpfiff am Mittelkreis niedergekniet, um somit ihre Unterstützung im Kampf gegen Rassismus zu demonstrieren. Seit dem gewaltsamen Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd nach Polizeigewalt protestieren weltweit hunderttausende Menschen gegen Rassismus – unter dem Motto “Black Lives Matter” (Schwarze Leben zählen). Wer das Flugzeug und das Banner organisiert hat, war zunächst nicht bekannt.

Burnley verurteilte noch während des Spiels die Aktion ausdrücklich. “Wir möchten klarstellen, dass diese Leute bei uns nicht willkommen sind. Dies ist in keiner Weise das, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und lebenslange Verbote zu erlassen”, teilte der Verein in einer Erklärung mit.

Burnley stehe voll hinter der “Black Lives Matter”-Initiative der Premier League: “Wir entschuldigen uns vorbehaltlos bei der Premier League, bei Manchester City und bei allen, die zur Förderung von Black Lives Matter beitragen.”

RND/dpa