Samstag , 26. September 2020
Nach dem Corona-Ausbruch in dem Schlachtkonzern Tönnies werden in den Niederlassungen in Bayern vorerst keine Tiere mehr geschlachtet. Quelle: David Inderlied/dpa

Nach Corona-Ausbruch: Keine Schlachtung mehr bei Tönnies-Niederlassungen in Bayern

Eine Corona-Infektion sei dafür jedoch nicht der Grund, wie ein Unternehmenssprecher am Montag sagte. Mehr als 1300 Mitarbeiter im Stammwerk in NRW waren positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bamberg/Kempten. Nach dem Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen werden in den bayerischen Niederlassungen vorerst keine Tiere mehr geschlachtet. “Unser Kühlhaus ist voll. Wir müssen die Tiere erst zerlegen, bevor wir wieder schlachten können”, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Eine Corona-Infektion sei nicht der Grund. Mehrere Medien hatten über eine mögliche Schließung der Schlachthöfe in Bamberg und Kempten spekuliert.

Normalerweise würden die Rinder in Bayern geschlachtet und erst in die Fleischfabrik im westfälischen Rheda-Wiedenbrück zerlegt, erklärte der Sprecher. Nachdem mehr als 1300 Mitarbeiter im Stammwerk positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, wurde die Produktion dort vorerst für 14 Tage gestoppt. Die Zerlegung müssten nun andere Niederlassungen – unter anderem in Bamberg und Kempten – übernehmen.

Wann Tönnies in Bayern wieder schlachtet, stehe noch nicht fest. Diese Woche halte er aber nicht für realistisch, so der Sprecher. Die Landwirte könnten solange warten oder ihre Rinder zu anderen Schlachthöfen bringen.

RND/dpa