Freitag , 30. Oktober 2020
Ein Absperrband der Polizei begrenzt ein Waldgebiet bei Nietheim, das von der Polizei durchsucht wird: Zehn Jahre nach dem Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl in Heidenheim hoffen die Ermittler immer noch auf eine Aufklärung des Falls. Quelle: picture alliance / Franziska Kra

Viele neue Hinweise im Mordfall Maria Bögerl – aber keine heiße Spur

Ein Welle neuer Hinweise gab es zum 10. Jahrestag der Entführung von Maria Bögerl. Die Frau des Heidenheimer Sparkassenchefs wurde 2010 ermordet aufgefunden. Doch die Ermittler sind nach wie vor ratlos, 8000 Speichelproben brachten kein Ergebnis.

Heidenheim. Im Fall der ermordeten Bankiersfrau Maria Bögerl aus Heidenheim hat es eine Welle neuer Hinweise gegeben. Diese seien nach dem 10. Jahrestag Mitte Mai eingegangen, sagte der Chefermittler Thomas Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. Die Hinweise seien akribisch geprüft worden, sie hätten die Ermittler am Polizeipräsidium Ulm aber nicht weitergebracht. „Im Ergebnis setzen wir weiterhin auf unsere physikalischen Daten“, sagte Friedrich mit Blick auf die bereits gesammelten Spuren.

Eine Lösegeldübergabe scheiterte, Bögerls Mann nahm sich das Leben

Maria Bögerl, die Ehefrau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs, war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt worden. Eine Lösegeldübergabe scheiterte. Anfang Juni 2010 wurde die Leiche der 54-Jährigen gefunden. Bögerls Mann nahm sich später das Leben.

Nach dem Mörder wird noch immer gesucht. Unter den 8000 Speichelproben, die man bisher von Männern aus der Region genommen habe, sei keine passende dabei gewesen, teilten die Ermittler im Mai mit. Vermutet wird, dass der Täter aus der Region stammt – männlich, im mittleren Alter.

RND/dpa