Samstag , 26. September 2020
Der Bluesgitarrist Tom Petty auf seiner “40th Anniversary”-Tour im Juli 2017. Quelle: Invision

Trump nutzt Tom-Petty-Hit für Wahlkampf: Familie des toten Sängers entsetzt

Als US-Präsident Donald Trump bei seiner Wahlkampfveranstaltung in Tulsa auf die Bühne tritt, läuft der Tom-Petty-Hit “I Won’t Back Down”. Die Familie des verstorbenen US-Rockstars ist entsetzt.

Angehörige des verstorbenen Rockstars Tom Petty haben US-Präsident Donald Trump scharf attackiert. Der hatte das Lied “I Won’t Back Down” während seines Wahlkampfauftakts am Samstag in Tulsa (Oklahoma) benutzt – ohne Zustimmung der Familie des Sängers. “Tom Petty hätte nie gewollt, dass einer seiner Songs für eine Hasskampagne genutzt wird”, heißt es in dem bei Twitter veröffentlichten Statement der Angehörigen.

Weiter heißt es, der US-Präsident habe “in keiner Weise die Erlaubnis gehabt, den Song für eine Kampagne zu nutzen, die viel zu viele Amerikaner und den gesunden Menschenverstand zurücklässt. Sowohl der verstorbene Tom Petty als auch seine Familie stehen gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art.” Das Statement ist von Pettys Töchtern Adria und Annakim Petty sowie seiner Ehefrau Dana Petty und seiner Ex-Frau Jane Petty unterschrieben. Trump hatte “I Won’t Back Down” als Einzugsmusik bei seinem Auftritt in Tulsa genutzt.

Auch Rihanna, Neil Young und Pharrell Williams wollen nicht, dass Trump ihre Musik benutzt

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Musiker gegen die Nutzung ihrer Songs durch Donald Trump positionieren: Unter anderem Rihanna, Neil Young, Pharrell Williams oder die Rolling Stones hatten dem US-Präsidenten verboten, ihre Lieder bei Auftritten abzuspielen.

RND/seb