Donnerstag , 1. Oktober 2020
Ankunft nach drei Monaten: Juan Manuel Ballestero erreichte nach einer dreimonatigen Atlantiküberquerung in einem kleinen Segelboot den argentinischen Badeort Mar del Plata. Quelle: Vicente Robles/AP/dpa

Corona getrotzt – Durch Wind und Wellen zu den Eltern

8000 Kilometer segelte ein Mann von Portugal nach Argentinien, um seine Eltern zu sehen. Nach drei Monaten mit Wellenberge und Stürmen kam er in seiner Heimat an. Bevor er seine Mutter und seinen Vater umarmen kann, muss er trotz der langen Reise für zwei Wochen in Quarantäne.

Mar del Plata. Etwa 8000 Kilometer trennten Juan Manuel Ballestero und seine Eltern. Denn der erwachsene Sohn lebt im Land Portugal in Europa. Seine Eltern wohnen in Argentinien in Südamerika.

Vor drei Monaten wurde das für die Familie zum großen Problem. Wegen der Corona-Krise gab es keine Flugverbindungen mehr zu den Eltern des Mannes. Er machte sich Sorgen, auch weil seine Eltern schon sehr alt sind. “Ich hatte Angst, meine Familie nie wiederzusehen”, erzählte er Reportern.

Ballestero überlebte Stürme und Wellenberge

Doch der Mann aus Portugal kam auf eine Idee: sein Segelboot. Damit machte er sich auf den Weg über den Atlantik. Drei Monate dauerte die gefährliche Reise. Juan Manuel Ballestero musste dabei hohe Wellen und Stürme überstehen.

Doch am Donnerstag kam er an! In den nächsten zwei Wochen muss der Segler nun schauen, ob er wirklich ganz gesund ist. Erst danach darf er endlich seine Eltern in den Arm nehmen.

RND/dpa