Samstag , 26. September 2020
Nach einem Corona-Ausbruch in der Belegschaft der Fleischfabrik muss Tönnies seinen Hauptproduktionsbetrieb in Rheda-Wiedenbrück in Westfalen bis auf weiteres herunterfahren. Quelle: David Inderlied/dpa

Corona-Infektionen bei Tönnies: Auswirkungen auch auf angrenzende Regionen

Schon mehr als 700 Mitarbeiter des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Das hat auch Auswirkungen auf Nachbarkreise: In Hamm wurden nach Positivtests bei Schülern drei Schulklassen in Quarantäne geschickt, die Stadt Oelde hat ebenfalls Schulen und Kitas geschlossen.

Hamm. Nach Hunderten von Corona-Fällen im Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden Auswirkungen auch in angrenzenden Regionen deutlich. In der kreisfreien Stadt Hamm wurden drei Schulklassen in Quarantäne geschickt, weil unter den Schülern drei positiv auf Corona getestete Kinder von Tönnies-Mitarbeitern seien. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann am Freitag in Hamm mit.

Betroffen von der Quarantäne sind laut Mitteilung eine Grund-, eine Real- und eine Hauptschule. Wieviele Tönnies-Mitarbeiter mit ihren Familien genau in Hamm wohnen, sei offen – die Stadt vermutet 50 bis 100.

Stadt Oelde hat Schulen und Kitas geschlossen

Bereits am Mittwoch hatte die Stadt Oelde im Kreis Warendorf Schulen und Kitas vorsorglich geschlossen. Am Montag soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Laut Mitteilung der Stadt liegen jetzt Informationen zu rund 40 Tönnies-Mitarbeitern vor, die in Oelde wohnen. Die Kinder dieser Familien sollen vom Schul- und Kitabesuch ab Montag befreit werden.

RND/dpa