Wegen Mordversuchs und Brandstiftung stehen zwei Feuerwehrmänner einer freiwilligen Feuerwehr in Offenbach vor dem Darmstädter Landgericht. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / dpa

Feuerwehrmänner gestehen Brandstiftung in Hochhaus

In Darmstadt haben zwei Feuerwehrmänner gestanden, Feuer im Keller eines achtstöckigen Hochhauses gelegt zu haben. Gleich nach der Brandstiftung seien sie zur Feuerwehr geradelt, um auf das erste Löschfahrzeug zu kommen. "Wir beide wollten als Helden dastehen", erklärten sie ihr Motiv.

Darmstadt. Nach einem Feuer in einem Hochhaus haben zwei freiwillige Feuerwehrleute am Donnerstag zum Prozessauftakt vor dem Darmstädter Landgericht die Brandstiftung gestanden. Die 21 und 22 Jahre alten Deutschen sind wegen Mordversuchs an 43 Bewohnern, Körperverletzung und Brandstiftung angeklagt. Sie sollen das Feuer am 31. Oktober vergangenen Jahres im Keller des achtstöckigen Wohnhauses in Offenbach gelegt haben.

Die beiden Männer hatten sich nach eigenen Angaben über eine Textnachricht zur der Tat verabredet. Der Brand wurde in dem Haus gelegt, in dem der 21-Jährige mit seiner Mutter wohnte. Man habe das Haus ausgesucht, weil der Keller eine Brandschutztür gehabt habe.

Beide Männer aus Offenbach waren gleich nach der Brandstiftung zur Freiwilligen Feuerwehr geradelt. “Damit wir auf das erste Fahrzeug und in den Angriffstrupp kommen”, sagten sie. “Wir beide wollten als Helden dastehen”, erklärten sie ihr Motiv.

RND/dpa