Freitag , 25. September 2020
Ein fahrender ICE der Deutschen Bahn. Quelle: imago images/Martin Bäuml Fotodesign

Bei Tempo 280: Spielende Kinder zwingen ICE-Lokführer zu Notbremsung

Ein aufmerksamer ICE-Lokführer erkennt auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln in der Ferne zwei spielende Kinder auf den Gleisen. Er leitet bei Tempo 280 umgehend eine Notbremsung ein. Von den Kindern fehlt nach dem ungewollten Stop des Zuges jede Spur.

Limburg. Zwei spielende Kinder haben einen ICE-Lokführer auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln zwischen Limburg und Montabaur bei etwa 280 Kilometern pro Stunde zu einer Notbremsung gezwungen. „Der Lokführer hat sie von weitem am Bahndamm gesehen und die Notbremse reingehauen“, sagte Ralf Ströher von der Bundespolizei am Mittwoch.

Kinder schnell verschwunden

Bis zum Stillstand sei der ICE am Dienstag auf hessischem Gebiet nahe der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz noch fast zwei Kilometer gefahren. “Die Kinder haben sich wahrscheinlich so erschrocken, dass sie gleich getürmt sind”, ergänzte der Sprecher. Die Strecke wurde etwa eine Stunde gesperrt. Bundespolizisten suchten vergeblich nach den Kindern. Ihr Alter und Geschlecht blieben unbekannt. Wegen der Streckensperrung kam es bei 15 Zügen zu Verspätungen.

RND/dpa