Freitag , 25. September 2020
Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung". Quelle: dpa

Fund von Babyleiche in Brandenburg: Viele Frauen machen freiwillig DNA-Test

In Brandenburg haben Spaziergänger im März eine Babyleiche gefunden. Die Ermittler hoffen nun, durch DNA-Tests Hinweise auf die Mutter des toten Kindes zu bekommen. Über 100 Frauen wurden gebeten, sich freiwillig für einen Test zu melden.

Hohenfelde. Um den Tod eines Babys im Nordosten Brandenburgs aufzuklären, setzen die Ermittler auf freiwillige DNA-Tests. 138 Frauen aus Schwedt (Uckermark) wurden um die Abgabe einer DNA-Probe gebeten. “Die überwiegende Mehrheit der Frauen kommt unserer Bitte nach”, sagte Roland Kamenz, Mitarbeiter der Pressestelle der Polizeidirektion Ost, am Donnerstag. Wie viele Frauen sich bereit erklärt haben, einen Test zu machen, wollte die Polizei nicht bekanntgeben.

Gerichtsmedizin überprüft DNA-Proben

Seit Dienstag werden DNA-Proben auf dem Polizeirevier in Schwedt entnommen. Gerichtsmediziner sollen die Tests auswerten. Ergebnisse lagen am Donnerstag noch nicht vor. Sollte keine Probe mit den am Baby gefundenen Spuren identisch sein, wolle man gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft über verpflichtende Tests nachdenken, sagte Kamenz.

Am 22. März hatte ein Spaziergänger das tote Kind in der Nähe von Hohenfelde (Uckermark) entdeckt, das schon mehrere Tage im Wasser lag. Nach Untersuchungen muss das Baby lebensfähig gewesen sein. Das Mädchen starb nach den Angaben keines natürlichen Todes. Unklar sind die Todesumstände. Die Polizei bittet die Bevölkerung nach wie vor um Hinweise zu einer in dem Zeitraum Schwangeren, bei der aber nun kein Kind lebt.

RND/dpa