Polizisten stehen auf dem Bahnhof an einem Sonderzug für Fußballfans. In dem Zug befanden sich Fans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach. Im Fall um die mutmaßliche Vergewaltigung in einem Fanzug ist der Angeklagte in zweiter Instanz vom Landgericht Mönchengladbach freigesprochen worden. Quelle: Hans-Peter Reichartz/dpa

Mutmaßliche Vergewaltigung auf Fanzugtoilette: Angeklagter freigesprochen

In einem Prozess wurde einem 32-Jährigen vorgeworfen, eine junge Frau in einem Fußballfanzug auf der Toilette vergewaltigt zu haben. Der Mann, der aktuell eine andere Haftstrafe absitzt, wurde nun in zweiter Instanz von dem Vorwurf freigesprochen.

Mönchengladbach. Im Fall um eine mutmaßliche Vergewaltigung auf einer Toilette in einem Zug für Fußballfans ist der Angeklagte vom Landgericht Mönchengladbach freigesprochen worden. Wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte, war nach Ansicht der Strafkammer in zweiter Instanz für den Mann nicht ersichtlich, dass die Frau keinen Sex wollte. Das Landgericht hob damit die Entscheidung des Amtsgerichts in Teilen auf, das den Mann zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt hatte.

Der heute 32-Jährige hatte die junge Frau im April 2018 auf der Rückfahrt nach dem Fußballspiel FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach in dem Sonderzug getroffen, der Fans zurück nach Nordrhein-Westfalen brachte. Laut erster Instanz war es nach einem Flirt der beiden zu einer Vergewaltigung im Zug-WC gekommen. Der Angeklagte hatte dagegen von einvernehmlichem Sex gesprochen. Der 32-Jährige verbüßt noch eine Haftstrafe wegen einer anderen Tat und befindet sich laut Gericht zurzeit in einer Entziehungsanstalt.

Freispruch von der Vergewaltigung

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet. Wie der Gerichtssprecher sagte, ist der Freispruch von der Vergewaltigung bereits am 29. Mai nach zwei Verhandlungstagen gefallen.

RND/dpa