Dienstag , 29. September 2020
Felix Magath Quelle: Daniel Karmann/dpa

Felix Magath litt an Depressionen: “Ich habe in einen tiefen Abgrund gesehen”

spricht erstmals öffentlich über seine Depressionen. Im Frühjahr 2011 habe ihm Kritik an seiner Trainertätigkeit bei Schalke “stark zugesetzt”, sagte er der Zeitschrift “Bunte”. “Damals habe ich einen tiefen Abgrund gesehen und um ein Haar wäre ich hineingefallen”, so der 66-Jährige.

Star-Trainer (66) hatte vor Jahren mit Depressionen zu kämpfen. “Ich bin morgens aufgewacht und dachte: ,Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen‘“, sagte Magath der Zeitschrift “Bunte”. „Mir war alles einfach zu viel. Damals habe ich einen tiefen Abgrund gesehen und um ein Haar wäre ich hineingefallen. Rückblickend muss ich sagen: Das war knapp.“

Laut Magath traten diese Probleme im Frühjahr 2011 auf. „Ich hatte ein halbes Jahr auf Schalke hinter mir, in dem ich ständig öffentlich kritisiert wurde und sämtliche negativen Emotionen abbekam. Das hat mir stark zugesetzt – das muss ich heute gestehen. Bei einem damals besseren Verständnis hätte ich wahrscheinlich mit psychologischer Betreuung die Situation anders verarbeiten können.“

Inzwischen unterstützt Magath selbst den Kampf gegen Depressionen, Ängste oder Suchterkrankungen: Er ist Mitgesellschafter einer neuen Privatklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomantik in Tutzing.

RND/seb