In ihrer 68-jährigen Herrschaft hat die britische Königin das Pferderennen Royal Ascot immer besucht. Quelle: imago images/Frank Sorge

Erstmals in 68 Jahren Regentschaft: Königin Elizabeth II. verpasst Royal Ascot

Doch in diesem Jahr kann die 94-Jährige erstmals nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie.

Keine Schwangerschaft, keine Rede im Parlament und selbst kein Ausbruch der Maul-Klauen-Seuche hat die britische Königin Elizabeth II. vom Pferderennen Royal Ascot ferngehalten. Doch in diesem Jahr kann die 94-Jährige erstmals während ihrer 68-jährigen Herrschaft als Königin wegen der Coronavirus-Pandemie nicht teilnehmen.

Das am Dienstag beginnende Pferderennen ist eines der prominentesten in Großbritannien. Royal Ascot läutet im Prinzip den Sommer des britischen Sports ein, zu dem das Tennisturnier Wimbledon und der Golfwettbewerb Open Championship gehören.

Im Gegensatz zu Wimbledon und dem Open Championship wurde Royal Ascot wegen des neuen Coronavirus nicht abgesagt. Doch wird es dabei keine Zuschauer geben. Während des fünftägigen Treffens wären normalerweise mehr als 300 000 Gäste erwartet worden. Die meisten von ihnen hätten wahrscheinlich ihre feinste Kleidung angelegt.

Queen Elisabeth II. und Prinz Philip halten sich auf Schloss Windsor auf

Elizabeth II. hat sich in den vergangenen drei Monaten mit ihrem 99-jährigen Mann Prinz Philip auf Schloss Windsor westlich von London isoliert. Nach Ascot wäre es eine knapp 20-minütige Autofahrt gewesen. Derzeit ist das nicht möglich.

Die Monarchin, die begeistert von Pferderennen ist, kann diese jetzt nur im Fernsehen verfolgen. In den kommenden Tagen sollen mehrere ihrer Pferde ein Rennen absolvieren, darunter First Receiver mit Jockey Frankie Dettori in den Rennfarben der Queen am Mittwoch. Elizabeth II. hat in den vergangenen drei Jahrzehnten rund sieben Millionen Pfund (etwa 7,8 Millionen Euro) an Preisgeld mit Pferderennen verdient.

Ascot lädt Fans ein, sich dennoch vornehm anzuziehen und einen Hut zu tragen

"Während die ultimative Erfahrung, bei Royal Ascot zu sein, in diesem Jahr leider nicht möglich ist, hoffen wir, dass das, was wir planen, das Besitzer sein zu Hause so besonders wie möglich machen wird", teilte der Direktor für Wettrennen und öffentliche Angelegenheiten in Ascot, Nick Smith, mit.

Ascot lädt Fans weltweit ein, sich vornehm anzuziehen und das inoffizielle Markenzeichen von Royal Ascot - einen Hut - zu tragen. Selfies in sozialen Medien waren willkommen.

RND/AP