Samstag , 26. September 2020
Polizeifoto einer Schaufensterpuppe, die nachgekaufte Kleidungsstücke der ermordeten elfjährigen Schülerin Claudia Ruf trägt, und in deren Kopf das Gesicht von Claudia aus einem Foto hineinmontiert wurde. Die nackte Leiche des Mädchens war Anfang Mai rund 60 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt bei Euskirchen an einem Feldweg entdeckt worden. Die Polizei bittet um Hinweise auf den Verbleib der dunkelblauen Kapuzenjacke, der schwarzen Jeans und der karierten Leinenschuhe, die das Mädchen zuletzt getragen hat (Archivbild). Quelle: picture-alliance / dpa

Fall Claudia Ruf: Polizei prüft Zusammenhang mit vermisster Maddie

im Jahr 1996 wurde die damals elfjährige Claudia Ruf entführt, sexuell missbraucht und getötet. Nun prüfen Ermittler in diesem Mordfall auch mögliche Verbindungen zum Verdächtigen im Fall Maddie.

Bonn/Grevenbroich. Ermittler im Mordfall Claudia Ruf überprüfen zurzeit auch mögliche Verbindungen zum Verdächtigen im Fall Madeleine „Maddie“ McCann. Wie ein Sprecher der Bonner Polizei sagte, sei dies ein routinemäßiger Vorgang. Konkrete Hinweise gebe es nicht. Der WDR hatte zuvor berichtet.

Nachdem ein Mann aus Braunschweig als Mordverdächtiger im Fall „Maddie“ geführt wird, werden deutschlandweit mehrere ungelöste Verbrechen mit Kindern als Opfer von den jeweiligen Behörden auf mögliche Bezüge überprüft. Auch im Fall Claudia Ruf sei dies so, weil es sich beim Verdächtigen um einen offenbar überörtlich agierenden mutmaßlichen Täter handele, so die Polizei Bonn.

Claudia Ruf wurde 1996 entführt, sexuell missbraucht und getötet

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden südwestlich von Düsseldorf entführt, sexuell missbraucht und umgebracht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Die Suche nach dem Mörder war kürzlich wieder aufgerollt worden. Bei einem Massengentest wurden 2400 Männer um eine Speichelprobe gebeten. Sie werden zurzeit noch ausgewertet.

RND/dpa