Bodycam filmt Heldentat: Ein Polizist hat ein Baby vor dem Ersticken gerettet.

Polizist rettet Baby – und ist jetzt Patenonkel

Ein Polizist stoppt eine Raserin - im Auto findet er eine verzweifelte Mutter und ihr Baby, das nicht mehr atmet. Die Rettungsaktion von Deputy William Kimbro aus South Carolina ist ein Jahr her, das Kind wieder gesund. Jetzt wird dem Lebensretter eine besondere Ehre zuteil.

Der Wagen fuhr deutlich zu schnell. Deputy Sheriff William Kimbro ließ ihn rechts halten. Routine. Bis er im Wageninneren eine völlig verzweifelte Frau vorfand. Sie hatte ihr zwölf Tage altes Baby bei sich. Und das Mädchen atmete nicht mehr.

Die lebensrettenden Maßnahmen, die Kimbro sofort einleitete, wurden von seiner Körperkamera festgehalten. “Los, Baby! Schrei für mich! Schrei für mich! Mach die Augen auf, Süße. So ist es richtig!”, hörte man Kimbro sagen. “Ich bin beunruhigt”, kommentierte er seine Hilfe, “denn sie beginnt mit dem Atmen und hört dann wieder auf. Dann beginnt sie wieder und hört wieder auf.”

Deputy Kimbro wird zum Familienmitglied

Der Vorfall im US-Bundesstaat South Carolina ist ein Jahr her und hat das Leben des (weißen) Polizisten und der (schwarzen) Mutter mit ihrem Kind verändert. Baby Ryleigh ist wieder gesund geworden, und Kimbro wurde jetzt zu ihrem ersten Geburtstag eingeladen, wie ABC News berichtete. Kimbro brachte Geschenke mit.

Zwei Wochen später schauten Ryleigh und ihre Mutter bei Kimbro vorbei. Es war der Jahrestag der Rettung. Sie brachten eine Karte für Kimbro und dessen Ehefrau mit. Die Botschaft musste mit einem Penny aufgerubbelt werden. “Willst du mein Patenonkel werden?”, stand darin.

“Unbedingt”, habe Kimbro geantwortet. Auch seine Frau erklärte sich zur Patenschaft bereit. Oft habe er jenen schicksalhaften Tag Revue passieren lassen, sagte Kimbro gegenüber ABC News. Damals hätte er “fünf, sechs, sieben andere Straßen nehmen können”, sagt er heute. “Gott wirkt auf unerfindliche Weise.”

“Ich wollte, dass er sich fühlt, als gehöre er zur Familie, was ja auch stimmt”, sagte Ryleighs Mutter. “Ich hatte das Gefühl, ihm einen Titel geben zu müssen, ihn wissen zu lassen: Hey, danke, danke für alles.” Kimbro werde immer in ihrem Herzen bleiben.

RND/big