Dienstag , 22. September 2020
Im Tierheim Köln-Zollstock hat sich ein Hund an herumliegenden Glasscherben verletzt. Quelle: Tierheim Köln Zollstock

Partymüll vor Kölner Tierheim: Hunde verletzen sich an Glasscherben

In einem Kölner Tierheim ist der Ärger groß. Besucher einer anliegenden Parkanlage hinterlassen regelmäßig Flaschen und Glasscherben im Gras. Mehrere Hunde haben sich deswegen bereits beim Auslauf verletzt.

Köln. Zurückgelassene Flaschen und Glasscherben, wohin das Auge blickt: In Köln hinterlassen Feiernde regelmäßig ihren Müll in einem Park nahe dem Tierheim Zollstock. Das hat Folgen für die Tiere des Heims: Zwei Hunde sind beim Auslauf bereits in versteckte Scherben getreten. Bei Facebook postete das Tierheim unter anderem auch Fotos der blutigen Hundepfoten. “Leute, Feiern macht Spaß, und wir gönnen es jedem, aber so eine Müllkippe zu hinterlassen ist einfach asozial”, kommentieren sie die Bilder.

Andere Bilder zeigen die vielen Glasflaschen und den Müll auf dem Gelände des Tierheims. Unbekannte hätten sogar eine Flasche über den Zaun in den Hundeauslauf des Heims geworfen und somit bewusst versucht den Tieren zu schaden. Die Botschaft des Tierheims unter dem Post ist daher eindeutig: “Tut uns, unseren Tieren, den Menschen, die dort Sport treiben wollen, und den Kindern, die dort spielen wollen, einen Gefallen: Feiert zu Hause, dekoriert eure Wohnung mit eurem Müll und lauft selbst durch die Scherben.”

Facebook-Nutzer äußern sich bestürzt

Viele Facebook-Nutzer äußern sich in den Kommentaren des Posts bestürzt. “Irgendwie entwickeln sich manche Menschen zurück, von Zivilisation keine Spur … Ich kann bei so viel primitiven Verhaltensweisen nur noch den Kopf schütteln …”, schreibt eine Nutzerin. “Gute Besserung für die Hunde. Zu dem Rest enthalte ich mich. Da fällt mir nichts Höfliches mehr ein”, lautet ein weiterer Kommentar.

Einige Nutzer berichten außerdem von ähnlich verschmutzten Grünflächen in Köln und anderen Städten in ganz Deutschland: “So sieht es bei uns am Rheinufer im Rheingau jedes Wochenende aus, was mir unverständlich ist! Man schleppt den Kram doch auch dorthin, also kann man den Müll doch auch wieder mitnehmen! Ganz schlimm ist es natürlich, wenn Kinder oder Tiere zu Schaden kommen, oder wenn eine Feier in Vandalismus ausartet.” Ein weiterer Nutzer kommentiert: “So sieht es leider auch in den Parks, auf den Hunde-Freilauf-Flächen und überall in der Stadt aus. Ist aber leider kein neues Phänomen. Motto: Räumt schon einer weg.”

Das Kölner Tierschutzheim will nun gegen die Verschmutzung des Parks vorgehen. Die Vorsitzende des Tierheims Anne Kolditz sagte der “Bild”: “Das geht gar nicht. Wir werden uns an die Stadt wenden, fragen, was wir gegen das Problem tun können.” Das Tierheim äußerte sich auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland nicht weiter zu dem Vorfall.

RND/al