Ein Fahrzeug der britischen Polizei bei einer Corona-Kontrolle in einem Park. Quelle: picture alliance / empics

Illegale Corona-Raves mit 6000 Teilnehmern: Mann stirbt, 18-Jährige wird vergewaltigt

Im Nordwesten von England feiern mehrere Tausend junge Menschen bei zwei illegalen Corona-Partys, dann eskaliert die Situation. Ein 20-Jähriger stirbt, drei Menschen werden durch Messerstiche verletzt, und eine junge Frau wird Opfer einer Vergewaltigung.

Greater Manchester. Zwei illegale Rave-Partys in Greater Manchester im Nordwesten Englands sind am Samstag außer Kontrolle geraten. Knapp 6000 junge Menschen feierten, ohne sich an die Corona-Regeln zu halten, wie die BBC berichtete. Eine 18-Jährige wurde dabei Opfer einer Vergewaltigung, drei junge Männer wurden durch Messerangriffe verletzt, und ein Mann starb mutmaßlich an einer Drogenüberdosis.

Bei dem Rave im Daisy Nook Country Park wurden drei Menschen mit einem Messer niedergestochen, darunter ein 18-Jähriger, der mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde. Zwei weitere Männer im Alter von 25 und 26 Jahren wurden ebenfalls durch Messerangriffe verletzt. Laut BBC sei der jüngere Mann bereits wegen des Verdachts auf Waffenbesitz festgenommen worden.

Polizei ermittelt im Fall einer Vergewaltigung

Der Chef der örtlichen Polizei, Chris Sykes, erklärte gegenüber der BBC, dass den Polizisten vor Ort “mit Gewalt begegnet wurde”, als sie versuchten, die Veranstaltung aufzulösen. Sie seien demnach mit Gegenständen beworfen worden, und ein Polizeiwagen wurde beschädigt.

Wie die Polizei laut “The Guardian” berichtete, sei ein 20-Jähriger bei einer zweiten Rave-Party an einer mutmaßlichen Überdosis gestorben. “Wir ermitteln außerdem im Fall der Vergewaltigung einer 18-Jährigen”, teilte der Polizeisprecher der BBC mit. “Wir haben Spezialisten, die sie und ihre Familie unterstützen.” Wie “The Guardian” weiter berichtete, seien am Abend der Rave-Partys mehr als 1500 Anrufe bei der Polizei eingegangen.

In Großbritannien ist das Treffen von mehr als sechs Personen aus verschiedenen Haushalten untersagt. Dass so viele Menschen diese Regelungen derart missachteten, sei “völlig unverantwortlich”, so Sykes weiter. “Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit unserer Bevölkerung. Wir hoffen, dass die breite Öffentlichkeit die Herausforderungen anerkennt, die wir derzeit meistern müssen und unsere Gemeinden das Richtige tun, indem sie die Regierungsmaßnahmen befolgen.”

RND/al