Die Feuerwehr wurde von rund 20 Gaffern bei der Arbeit behindert (Symbolbild). Quelle: imago images / vmd-images

Mann stirbt bei Badeunfall: Gaffer behindern Rettungseinsatz

In Duisburg ist ein 43 Jahre alter Familienvater bei einem Badeunglück ums Leben gekommen. Der Mann wurde von Ersthelfern reanimiert, während rund 20 Menschen zuschauten. Selbst die Rettungskräfte mussten die Menschen erst auffordern, zur Seite zu gehen, ehe sie helfen konnten.

Duisburg. Bei einem Badeunfall an einem Duisburger See ist ein Mann ums Leben gekommen. Der 43-Jährige starb im Krankenhaus, wie Feuerwehr und Polizei am Sonntag mitteilten. Er war den Angaben zufolge am Samstag an einem nicht zum Schwimmen freigegebenen Bereich baden gewesen und dann in Not geraten. Ersthelfer entdeckten seinen leblosen Körper, zogen ihn aus dem Wasser und versuchten, den Mann zu reanimieren.

Während einige versuchten, den Familienvater, der mit seinen drei und neun Jahre alten Kinder am See war, zu retten, standen andere wohl am Rande und guckten zu. Wie die “Bild” berichtet, hatten mehrere Gaffer den Rettungseinsatz behindert. “Die Situation war sehr unschön. Wir haben die 20 Leute, die zugeschaut haben, dann zusammen mit der Polizei erst einmal weggeschickt, damit meine Kollegen in Ruhe arbeiten konnten”, sagte Ralf Heuberg, Einsatzleiter der Feuerwehr Duisburg, dem Blatt. “Wir mussten dann auch noch einen Sichtschutz aufspannen, um den Mann zum Rettungswagen zu kriegen.”

Rettungskräfte übernahmen die Wiederbelebung und brachten den 43-Jährigen in ein Krankenhaus, in dem er dann aber starb. Über das Unglück am Uettelsheimer See hatten die “WAZ” und die “Rheinische Post” berichtet.