Freitag , 25. September 2020
Der Vater verkündete auf den sozialen Medien, das Kleinkind müsse bald wieder für vier Wochen ins Krankenhaus (Symbolbild). Quelle: Mascha Brichta/dpa-tmn

Mutter nutzt Spenden für ihr herzkrankes Baby für Brust-OP

In Großbritannien ist eine 29-jährige Fünffachmutter festgenommen worden. Ihr wird vorgeworfen, mit dem Geld, das über eine Spendenaktion für ihren herzkranken Sohn zusammenkam, ein Auto und eine Brustvergrößerung bezahlt zu haben. Wütende Anwohner kamen sogar zum Haus der Familie.

Der kleine Sohn ist herzkrank und die Behandlung teuer: Deshalb hat eine Familie in Großbritannien zu einer Spendenaktion aufgerufen. Innerhalb kurzer Zeit kamen so umgerechnet 11.000 Euro zusammen, Geld, dass laut dem Vater des Kindes für den nächsten vierwöchigen Krankenhausaufenthalt dringend gebraucht würde. Doch nun ist die Mutter des Kindes festgenommen worden. Der Verdacht: Sie hat sich mit den Spendengeldern ein Auto gekauft und die Brüste vergrößern lassen. Das berichtet die britische “The Sun”.

Die 29-Jährige wollte das Geld laut Spendenaufruf an die Organisation “Heart Link” geben, die auch ihren Sohn betreute. Doch irgendwann kam den Nachbarn, unter denen sich zahlreiche Spender fanden, zu Ohren, dass nicht einmal die Hälfte der Spendensumme bisher bei dem Verband eingegangen war. Gleichzeitig aber fuhr die fünffache Mutter mit einem neuen Auto vor – und präsentierte einen neuen Busen.

Wütende Spender treffen sich am Haus der Familie – und fordern Geld zurück

Nachdem sich herumgesprochen hatte, dass das Geld nicht dort ankam, wo es ankommen sollte, hatten sich wütende Nachbarn vor dem Haus der Familie zwischen Derby und Nottingham versammelt, sie klopften an die Tür und an die Fenster, weil sie mit der Frau reden wollten. In den sozialen Medien rief eine lokale Seite dazu auf, den Betrug bei der Polizei zu melden und nicht an das Haus der Familie zu gehen – immerhin würden dort fünf kleine Kinder leben, die verängstigt werden könnten.

Die Polizei musste schließlich eingreifen. Nur einen Tag später nahm sie dann allerdings die 29-Jährige wegen des Verdachts auf Veruntreuung und Betrug fest.

RND/msk