Freitag , 25. September 2020
An Fenstern, Häuserwänden und an Institutionen wie dem Rathaus wurde die Regenbogenflagge gehisst. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

„FensterlParade” in Wien: Regenbogenflagge auf dem Balkon statt beim Umzug

Im Vorjahr traten eine halbe Million Menschen bei einem Umzug für die Rechte von lesbischen, schwulen, bi-, trans-, intersexuellen sowie queeren Bürgern ein. In diesem Jahr geht das wegen Corona nicht: Stattdessen fand die Regenbogenparade an Häuserfassaden und Fenstern statt.

Wien. Die Corona-Pandemie hat auch die 25. Regenbogenparade in Wien in ihrer ursprünglichen Form unmöglich gemacht. Statt eines bunten Umzugs für die Rechte von lesbischen, schwulen, bi-, trans-, intersexuellen sowie queeren (LGBTIQ) Menschen in der Innenstadt zeigten am Samstag Wohnungen und Häuser Flagge.

Unter dem Hashtag #FensterlParade2020 präsentierten zahlreiche User in sozialen Medien ihre bunten Dekorationen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen rollte auf seinem Instagram-Kanal ebenfalls eine Regenbogenflagge aus und hängte sie über einen Balkon.

Institutionen in der Hauptstadt hissen Regenbogenflaggen

Im Vorjahr feierten und tanzten noch eine halbe Million Menschen in bunter Verkleidung ausgelassen in der zwei Kilometer langen Parade über die Wiener Ringstraße. Als Ersatzprogramm wurden nun Balkone, Fenster und Haustüren bunt geschmückt. Die Veranstalter bedauern die Absage, wollen sich aber auf die Vienna Pride 2021 fokussieren.

Das Rathaus, weitere Einrichtungen der österreichischen Hauptstadt und Straßenbahnen haben die Regenbogenflagge gehisst. Kommende Woche soll in Wien zudem ein dritter Schutzweg (Zebrastreifen) in Regenbogenfarben gestaltet werden, wie „Der Standard“ berichtete.

dpa