Montag , 28. September 2020
Szene aus dem Polizeiruf: Veit Bukow (Klaus Manchen) besucht Sohn Sascha. Quelle: NDR/Christine Schroeder

“Polizeiruf”-Kommissarvater Klaus Manchen: Spiele keine lieben Opas

Der Schauspieler Klaus Manchen sieht das Ende seiner Karriere. Ihm würden nur noch Rollen als “lieber Opa” angeboten. Am Wochenende war er zum letzten Mal im “Polizeiruf 110” zu sehen.

Rostock. Der Schauspieler Klaus Manchen sieht das Ende seiner Karriere: “Ich gehe davon aus, dass ich keinen Film mehr mache”, sagte der 83-Jährige der “Bild”. “Mir werden nur noch liebe Opas angeboten. Und die sage ich immer ab.” Der langjährige Theaterstar sagte, er komme finanziell gut aus, “ich muss nichts mehr machen”.

Er wohnt in Dahlwitz-Hoppegarten bei Berlin. An diesem Wochenende war seine Rolle des Kommissarvaters Veit Bukow – Vater von Alexander Bukow (Charly Hübner) – in der Episode “Polizeiruf 110: Der Tag wird kommen” zum letzten Mal im ARD-Programm dabei: “Ich werde am Sonntag erschossen, ja. Das hat aber nicht wehgetan, das hat der Schnitt erledigt.”

“Enttäuscht, was aus meiner Rolle geworden ist”

Im Gespräch mit „Bild“ erzählte der Schauspieler, wie es zu seinem Sonntagskrimi-Abschied gekommen ist: „Ich war enttäuscht, was aus meiner Rolle geworden ist. Meine Figur hat sich vom gerissenen Gauner und Familienmenschen zum nur noch lieben Opa verändert. Aber das Reizvolle ist ja gerade der Widerspruch.“ Manchen sagte deshalb zu den Produzenten nach eigenen Worten: „Schreibt die Rolle um – oder schreibt mich raus!“

Das Ergebnis kam prompt: “Die haben sich fürs Rausschreiben entschieden.” Er finde seinen Abschied “lieblos”. “Meine Rolle wird unachtsam und gleichgültig entsorgt.” Groll hege er aber keinen großen: “Zehn Jahre Polizeiruf Rostock hat mir trotz dieser Einwände sehr, sehr großen Spaß gemacht.”

RND/dpa