Dienstag , 29. September 2020
Ein junger Löwe. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / AA

Löwenbaby wurden Beine gebrochen, damit Touristen Fotos machen können

Tierquäler haben in Russland einem Löwenjungen die Beine gebrochen, damit Touristen Fotos mit ihm machen können. Simba habe “ein Meer an Schmerzen” durchlitten, sagt ein Tierarzt. Inzwischen soll sich sogar der russische Präsident Putin in den Fall eingeschaltet haben.

Es ist eine grausame Tierquälerei, die selbst dem russischen Präsidenten zu Herzen geht: Unbekannte sollen in Russland einem Löwenbaby die Hinterbeine gebrochen haben, damit es bei Strandfotos und Selfies mit Touristen nicht weglaufen konnte. Wladimir Putin sei von Aufnahmen des Löwen so entsetzt gewesen, dass er persönlich eine Untersuchung angeordnet habe, berichtet die “Daily Mail”.

Das Löwenbaby Simba sei erst wenige Wochen alt gewesen, als es im vergangenen Sommer von seiner Mutter getrennt und als Touristenattraktion an Stränden in der Region Dagestan am Kaspischen Meer verwendet wurde. Nachdem das Tier etwas größer geworden sei, habe man ihm die Beine gebrochen, um zu verhindern, dass es bei den Fotos mit Touristen weglaufen könne. Das Löwenjunge sei dann krank geworden und gequält und geschlagen worden, berichtet die “Daily Mail” unter Berufung auf lokale Medien.

“Simba hat ein Meer von Schmerzen erlitten”

Tierschützer retteten Simba schließlich aus seinem Albtraum. Der junge Löwe wurde in eine Spezialklinik geflogen. “Simba hat ein Meer von Schmerzen durch Menschen erlitten”, sagte Tierarzt Karen Dallakyan. Nach einer Operation kann Simba inzwischen wieder laufen, wird aber sein Leben lang behindert bleiben.

Dallakyan habe später Wladimir Putin in einer Videokonferenz mit Wissenschaftlern vom Schicksal des Löwenjungen erzählt, berichtet die “Daily Mail”. Der Kremlchef habe daraufhin versprochen, die Tierquäler ermitteln und anklagen zu lassen.

RND/seb