Dienstag , 22. September 2020
Autos fahren durch eine durch plötzlichen Starkregen überflutete Straße. Quelle: imago images/Gottfried Czepluch

Schwere Unwetter: Warnstufe Rot in Teilen Deutschlands – Starkregen, Sturm und Hagel

Schwere Unwetter ziehen am Freitagabend über Deutschland auf. In Teilen des Landes wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Das ganze Wochenende über droht Ungemach.

Hannover. Deutschland steht vor einem unruhigen Wochenende, vielerorts drohen in den kommenden Tagen heftige Unwetter mit Sturm, Starkregen und Hagel. Bereits am Freitagabend gibt es erste Unwetterwarnungen im Osten Deutschlands.

Die MeteoGroup gab am späten Freitagnachmittag zunächst Unwetterwarnungen der Stufe Rot für Teile Sachsen-Anhalts heraus. Später galt dieselbe Warnstufe auch für Kreise im westlichen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Dort drohten demzufolge kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Höchste Unwettergefahr am Samstag

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind am Abend zusätzlich im äußersten Westen und Südwesten sowie nachts im Norden und Nordosten schwere Gewitter möglich – mit Regenfälle zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, dazu könnten Sturmböen und Hagel kommen.

Ab Samstagmittag prognostiziert der DWD die höchste Unwettergefahr für einen breiten Streifen „von Niedersachsen/südliches Schleswig-Holstein nach Osten und Südosten über Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Nordhessen bis nach Nordbayern“. Sogar mehr als 50 Liter pro Quadratmeter seien möglich. „Zudem sind lokal größere Hagelansammlungen und örtlich schwere Sturmböen zu erwarten“, erklärte der Wetterdienst.

Am Wochenende schwere Gewitter in Berlin und Brandenburg möglich

Auch in Berlin und Brandenburg können sich ab Samstagmittag bei feuchtwarmer Luft schwere Gewitter bilden. Voraussichtlich bis Sonntagfrüh könne es zu Unwettern kommen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitagabend mit. Lokal könnten dabei bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde fallen, hieß es. Örtlich gebe es auch Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Auch mit drei Zentimeter dicken Hagelkörnern sei in betroffenen Gebieten zu rechnen. Welche Orte stark betroffen sein könnten, war am Freitagabend noch unklar.

RND/seb, mit dpa