Donnerstag , 24. September 2020
Ein Rettungsschwimmer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) beobachtet die Badegäste im Wasser des Helenesees in Brandenburg. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Schlechtes Wetter und Corona: Bundesweit weniger Badetote

Zuletzt hatten Fälle von ertrunkenen Menschen immer wieder für traurige Schlagzeilen gesorgt. Insgesamt ist die Zahl der Badetoten in diesem Jahr aber deutlich rückläufig – das hat verschiedene Gründe.

Stuttgart. Die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken in Deutschland ist weiterhin rückläufig. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres starben mindestens 192 Menschen beim Baden, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das sind 63 weniger als im Vorjahreszeitraum. Grund für den Rückgang sei vor allem das Wetter, so der DLRG-Sprecher. „Der Frühling und die ersten Sommermonate in diesem Jahr waren bislang doch eher verhalten und das spiegelt sich in den erfassten Zahlen wieder.“ Außerdem durften ausgewiesene Badegewässer wie Freibäder wegen der Coronavirus-Pandemie lange nicht öffnen.

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es mit 35 Personen in Bayern – 32 weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordrhein-Westfalen gab es 26 Opfer zu beklagen, 15 weniger als im Vergleichszeitraum und in Niedersachsen 24, vier weniger.

Es kamen zumeist Männer ums Leben. Sie seien oft leichtsinniger und spielten gerne mal den Helden, was dann leider allzu oft tragisch ende, teilte die DLRG mit. Der Frauenanteil unter den Todesfällen betrug 23 Prozent. Bereits 2019 war die Zahl der Badetoten im Gesamtjahr gesunken.

RND/dpa