Samstag , 8. August 2020
Ein Junge steht mit seiner Wasserpistole im Brunnen am Ebertplatz in Köln. Quelle: Marius Becker/dpa

Sonne satt: Heißester Tag des Jahres erwartet – Überwachungsflüge beginnen

Wochenend und Sonnenschein, aber so was von: Samstag könnte der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Sonntag sind Gewitter möglich, es wird schwüler, bleibt aber heiß. Um Waldbrände schnell entdecken zu können, beginnen am Samstag erste Überwachungsflüge.

Essen. Die Hitze hält Deutschland fest im Griff. Für Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst Höchsttemperaturen von 38 Grad und damit einen neuen Jahreshöchstwert. Die 30-Grad-Marke wird fast überall geknackt, lediglich auf den Inseln und in Alpennähe bleibt es etwas kühler.

Sonntag sorgen Quellwolken dafür, dass es “nur” auf 31 bis 36 Grad raufgeht. Am Montag sind im Westen erneut 38 Grad nicht ausgeschlossen, an der See werden Höchsttemperaturen um 28 Grad erwartet, wie der DWD mitteilte. In den Ballungsräumen gibt es häufig sogenannte “tropische Nächte”, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.

Tropische Nächte und am Sonntag Hitzegewitter

Und Abkühlung ist kaum in Sicht. “Sonntag gibt es vielleicht mal Hitzegewitter”, sagte DWD-Meteorologin Ines von Hollen am Freitag in Essen. Grundsätzlich bleibe es aber heiß. Allerdings werde die Luft langsam feuchter, was auch zum Wochenanfang Schauer und Gewitter bringen kann, in jedem Fall aber für zunehmende Schwüle sorgt. “Eine richtige Regenfront ist aber nicht in Sicht”, sagte die Wetterexpertin.

Die bisher höchste Temperatur des Jahres 2020 hatte der DWD am 31. Juli in Weilerswist (Kreis Euskirchen) mit 36,9 Grad gemessen. Vom Allzeitrekord ist das aber noch deutlich entfernt: Im niedersächsischen Lingen hatte das Thermometer vor rund einem Jahr mit 42,6 Grad gezeigt.

Beobachtungsflüge wegen Waldbrandgefahr

Der ausbleibende Regen und die große Hitze sorgen überall im Land für steigende Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Aus Sicherheitsgründen unternehmen die Behörden daher an diesem Wochenende in einigen Landesteilen von Nordrhein-Westfalen erste Überwachungsflüge, adrunter im Regierungsbezirk Düsseldorf, in Ostwestfalen-Lippe und im Regierungsbezirk Köln. „Aktuell planen wir einen Flug täglich in der zweiten Tageshälfte. Bei sich verschärfender Lage würden wir zwei Flüge täglich planen“, erklärte ein Behördensprecher.

Wegen hoher Waldbrandgefahr werden am Wochenende auch in ganz Franken Hubschrauber und Beobachtungsflugzeuge über den Wäldern fliegen. Die Trockenheit der vergangenen Tagen sorge in Unterfranken für Dürre, teilte die Bezirksregierung in Würzburg mit. Deshalb werden von Freitag bis Sonntag Luftbeobachter mit zwei Beobachtungsflugzeugen über die gefährdeten Wälder Unterfrankens kreisen.

RND/dpa/seb