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Martin Lacey, Löwen- und Tigerdompteur im Circus Krone, steht neben seinem Löwen King Tonga und hält dabei ein Glas mit Löwenkot in den Händen, das der Circus Krone verkauft. Der Löwenkot soll zum Beispiel gegen Katzen im heimischen Garten und gegen Marder am Auto helfen. Quelle: Sven Hoppe/dpa

Großes Interesse an Löwenkot: Circus Krone eröffnet Pop-up-Store

Für fünf Euro das Stück verkauft der Zirkus in München den Kot seiner Raubkatzen. Die Exkremente sollen Marder, Wildschweine und Katzen aus den eigenen Gärten vertreiben. Das Geschäft läuft so gut, dass nun ein Pop-up-Store in München eröffnet wird.

München. Ein Einmachglas voll Löwenkot kostet fünf Euro – und soll ungeliebte Katzen, Marder oder auch Wildschweine von den Gärten fernhalten. Das Wundermittel verkauft der Circus Krone bereits seit etwa einem Monat, allerdings ausschließlich auf der “Krone-Farm” in Weßling bei Starnberg, einer Art Altersruhesitz für die Tiere. Das Geschäft läuft so gut, dass der Zirkus nun einen Pop-up-Store in München eröffnet.

Der Circus Krone richtet sich mit dem Angebot an Menschen, die ihren Garten, Schuppen oder Autos von ungewollten tierischen Besuchern schützen wollen. Da der Dung allerdings stark riecht, sollte man bei der Verwendung sparsam umgehen, sagte der Löwendompteuer des Zirkus der “Süddeutschen Zeitung”.

Pop-up-Store: Pappmachékonstrukt in Kothaufenform

Da die Nachfrage nach dem Abwehr- und Düngemittel sehr groß sei, stehe künftig wochentags vor dem Krone-Bau im Münchner Stadtteil Maxvorstadt ein Pop-up-Store. Das drei Meter hohe Pappmachékonstrukt trägt den Namen “Mr. Poo” und hat die Form eines Kothaufens.

Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Lacey Fund zugute – einem Verein zur Verbesserung der Bedingungen in Tierhaltungen, der von Zirkusdirektor Martin Lacey gegründet wurde.

Israel und Japan: Löwenkot wird schon lange eingesetzt

Löwenkot als Abwehr einzusetzen, ist indes keine neue Idee. So berichtete ntv schon 2010, dass die israelische Armee die Exkremente an der Nordgrenze zum Libanon einsetzte. Die Reservisten seien es Leid gewesen, immer wieder von der Alarmsirene aufgeschreckt zu werden, die durch Wildschweine ausgelöst wurde. Der Kot zeigte Wirkung: Die Wildschweine blieben zumindest für einige Zeit fern.

In Japan wird das Mittel an Bahndämmen eingesetzt, um Hirsche abzuhalten und so Zusammenstöße zwischen den Tieren und Zügen zu vermeiden. An einigen Streckenabschnitten wurde der mit Wasser verdünnte Kot auf die Schienen aufgetragen, wie Deutschlandfunk berichtete.

RND/dpa/lvc