Dienstag , 27. Oktober 2020
Ein Waldbrandbeauftragter geht durch eine verbrannte Waldfläche. Quelle: Philipp Schulze/dpa

Lage nach Waldbrand an der Autobahn 7 entspannt sich

Ein Funke reichte wohl als Auslöser für einen Waldbrand an der Autobahn 7 im Heidekreis. Nach einem Großeinsatz der Feuerwehr gilt die Lage als entspannt. Schauer und Gewitter sollen die Waldbrandgefahr zudem lindern.

Essel. Nach dem Großeinsatz der Feuerwehr bei einem Waldbrand direkt an der Autobahn 7 bei Essel im Heidekreis hat sich die Lage entspannt. Am Donnerstagabend waren noch Einsatzkräfte vor Ort, um letzte Glutnester zu löschen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Über Nacht war eine Brandwache geplant. Auslöser des Brandes war ersten Erkenntnissen zufolge ein Funkenschlag bei einem Lastwagen, wodurch die Böschung auf mehreren hundert Metern Länge Feuer fing.

Starker Wind hatte die Flammen 200 Meter in den von Trockenheit geschädigten Wald getrieben. Insgesamt stand der Feuerwehr zufolge eine 28 Hektar große Fläche in Flammen. „Es ist schwer einzuschätzen, wie lange uns das noch beschäftigt“, sagte der Waldbrandbeauftragte und Bezirksförster Jan-Cord Plesse. Zerstört worden seien vor allem alte Kiefernbestände. Auch eine Heidelbeerplantage sei auf etwa zwei Hektar abgebrannt. Den Schaden schätzt er auf mindestens 50 000 Euro.

Wohngebiet wurde evakuiert

Zwischenzeitlich war ein Wochenendwohngebiet auf Behördenanweisung evakuiert worden. Die 35 Bewohner konnten am Donnerstagmittag aber zurück in ihr Häuser. Der Verkehr in Richtung Süden kam über Stunden zum Erliegen, viele Lastwagen- und Autofahrer mussten die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Autobahn verbringen. Am Stauende kam es zu einem Unfall, bei dem der 40-jährige Verursacher schwer verletzt wurde.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) lindern Schauer und Gewitter am Freitag die Waldbrandgefahr, wenn auch nicht flächendeckend und überall. Mit einer ähnlichen Lage rechnen die Meteorologen auch für Samstag.

RND/dpa