Freitag , 25. September 2020
Auf Grund der hohen Temperaturen herrscht in Brandenburgs Wäldern eine hohe Waldbrandgefahr. Quelle: imago images/Petra Schneider

Trockenheit lässt Waldbrandgefahr steigen

Der Osten Deutschlands leidet unter der anhaltenden Hitzewelle – und der damit steigenden Waldbrandgefahr. Während teilweise starker Regen in Thüringen Entspannung brachte, ist das Risiko in Berlin und Brandenburg weiterhin hoch. Regen ist nicht vorhergesagt.

Potsdam. Die anhaltende Trockenheit lässt die Waldbrandgefahr in Brandenburg voraussichtlich wieder steigen. Für Sonntag werde in neun Landkreisen wieder die höchste Waldbrandstufe fünf erwartet, berichtete der Waldbrandbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Samstag auf Anfrage. In den fünf weiteren Landkreisen müsse mit der zweithöchsten Warnstufe vier gerechnet werden. Hintergrund sei das sonnige und trockene Wetter und insbesondere die geringe Luftfeuchte, sagte Engels. Bislang habe es am Wochenende aber noch keine Waldbrände gegeben.

Am Samstag galt nur in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin die höchste Warnstufe. In fünf Landkreisen herrschte die Warnstufe vier und sieben lagen noch darunter. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Sonntag in Berlin und Brandenburg trockenes und sonniges Wetter bei Höchsttemperaturen zwischen 30 und 33 Grad voraus. Es werden mäßiger Wind und kein Regen erwartet. Auch in Berlin bleibt das Waldbrandrisiko erheblich. Senat und Feuerwehr weisen darauf hin, dass Rauchen, Grillen und Lagerfeuer im Wald oder in dessen Nähe ganzjährig verboten sind. Verstöße können mit Bußgeldern von 100 bis 50.000 Euro geahndet werden.

Regen bringt Entspannung: Waldbrandgefahr in Thüringen gering

In Thüringen hingegen haben die teils kräftigen Regenfälle seit Freitag eine merkliche Entspannung bei der Waldbrandgefahr gebracht. Am Samstag herrschten nach Angaben auf der Internetseite der Landesforstanstalt thüringenweit die Gefahrenstufen eins und zwei für sehr geringe beziehungsweise geringe Waldbrandgefahr. Es gibt insgesamt fünf Gefahrenstufen. Vor einer Woche hatte im Bereich des Forstamtes Heldburg (Landkreis Hildburghausen) im äußersten Süden Thüringens die höchste der fünf Gefahrenstufen und für große Teile Mittel-, West- und Ostthüringens die zweithöchste Warnstufe 4 gegolten.

RND/dpa