Gib mir ein T: LG bringt sein neues Smartphonemodell Wing im November für 1100 Euro auf den Markt. Quelle: LG Electronics/dpa-tmn

LG-Smartphone Wing mit neuem Drehclou: Ein Display mit Flügeln

Berlin. Der Technikkonzern LG hat ein Smartphone mit einem verdrehbaren Hauptbildschirm vorgestellt. Beim Modell Wing lässt sich das 6,3 Zoll große POLED-Display um 90 Grad ins Längsformat drehen.

Das Gerät gibt dann unten ein weiteres, fast quadratisches 3,9-Zoll-Display frei, das neue Möglichkeiten der Bedienung eröffnen soll – etwa zum Steuern von Videos oder Videoaufnahmen, die auf dem Hauptbildschirm im Vollformat zu sehen sind.

Außerdem sollen sich innerhalb der T-Display-Anordnung Bedienelemente anderer Apps, die im Hauptbildschirm laufen, nach unten ins zweite Display verlagern lassen. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, in beiden Displays separate Apps laufen zu lassen.

Verschiedene Apps auf Haupt- und Zweitbildschirm nutzbar

LG nennt hier als Beispiele, während der Videowiedergabe oder der Nutzung einer Navi-App auf dem Hauptbildschirm gleichzeitig Nachrichten auf dem zweiten Display zu beantworten oder dort die Musikwiedergabe zu steuern. Wer regelmäßig die gleichen Apps parallel benutzt, kann sogenannte Multi-App-Shortcuts anlegen, um die favorisierten App-Paarungen mit nur einem Tipp öffnen zu können.

Selfiekamera springt aus dem Gehäuse

Die Selfiekamera (32 Megapixel) ist als Pop-up-Modul ausgelegt und springt bei Bedarf aus dem Gehäuse heraus. Bei der Hauptkamera setzt LG auf einen Sensor mit 64 Megapixeln (MP), den ein 13-MP-Sensor mit Weitwinkelobjektiv und ein 12-MP-Sensor mit Bildstabilisierung ergänzen. Letzterer zeichnet Videos im sogenannten Gimbal-Modus auf, die besonders flüssig, scharf und wackelfrei sein sollen.

Auch gleichzeitige Aufnahmen von Haupt- und Selfiekamera (Dual Recording) sind möglich. Die beiden Videos können anschließend zu einer Datei verschmolzen oder in zwei separaten Dateien mit einem Seitenverhältnis von 1:1 oder 16:9 gespeichert werden. 4K-Videos kann das Wing mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Ab November für 1100 Euro erhältlich

Als Prozessor setzt LG auf den 5G-fähigen Mittelklassechip Snapdragon 765G, dem acht Gigabyte (GB) RAM zur Seite stehen. Der 4000 Milliamperestunden (mAh) starke Akku lässt sich schnell bis 25 Watt und kabellos mit bis zu zwölf Watt Leistung laden.

Durch die zwei Displays kommt das Wing mit knapp 1,1 Zentimetern Dicke und einem Gewicht von 260 Gramm recht pummelig daher. Das Gehäuse ist nach IP54 staub- und spritzwassergeschützt, der Fingerabdrucksensor im Display untergebracht. Auf den Markt kommen soll das Wing im November für 1100 Euro in Schwarz-Grau und Weiß.

RND/dpa