Donnerstag , 29. Oktober 2020
Mittlerweile sind in Brandenburg 20 Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen amtlich bestätigt worden. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Suche nach Wildschweinkadavern in Brandenburg geht weiter

Potsdam. Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest werden am Dienstag in Brandenburg erneut Suchhunde eingesetzt, um Wildschweinkadaver zu finden. Neu angekommene Hundestaffeln sollen ihren Dienst im Landkreis Spree-Neiße aufnehmen. Die Tiere sind speziell für diese Aufgabe ausgebildet worden. Am Montag waren bereits Suchhunde aus Rheinland-Pfalz im Landkreis Oder-Spree unterwegs. Das Bundesagrarministerium sagte unterdessen Brandenburg weitere Unterstützung zu. Am Dienstag wird Staatssekretärin Beate Kasch den zentralen Krisenstab für Tierseuchenbekämpfung in Potsdam besuchen.

Wildschweine können sich mit dem Virus anstecken, wenn sie mit toten Artgenossen in Berührung kommen. Der Erreger ist für Menschen ungefährlich, für Haus- und Wildschweine aber meist tödlich.

In den Kernzonen auf Jagd verzichten

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest und hat Maßnahmen für die Bekämpfung von ASP herausgegeben, falls das Virus bei deutschen Wildschweinen gefunden wird. Dazu gehört, dass im Umfeld des Ausbruchs nach weitere Infektionen gesucht werden soll. Während in den Kernzonen eines Ausbruchs außerdem auf Jagden verzichtet werden soll, können diese in der Umgebung genutzt werden, um die Wildschwein-Population zu dezimieren und so eine Ausbreitung unwahrscheinlicher zu machen.

RND/dpa