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Der französische Journalist und Autor Philippe Lancon wurde beim Attentat vom 7. Januar 2015 auf die Redakteure von «Charlie Hebdo» schwer verletzt und kämpfte sich mühsam ins Leben zurück.

„Charlie Hebdo“-Journalist Lançon mit Preis ausgezeichnet

Berlin. Der französische Journalist und Schriftsteller Philippe Lançon wird mit dem Prix de l’Académie de Berlin geehrt. Er ist Überlebender des Attentats auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“. In seinem Buch „Der Fetzen“ verarbeitet er seine Erinnerungen an den Anschlag von 2015.

Mit dem Buch habe er „ein Zeugnis des Lebens- und Freiheitswillens abgelegt, das auch in Deutschland viele Leser gefunden hat“, teilte der Verein am Montag mit. Damit erinnere Lançon an die „gegenwärtige Brisanz europäischer Werte wie Meinungsfreiheit, Solidarität und Freiheit“.

Verein hat sich dem deutsch-französischen Austausch verschrieben

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und soll am 3. Dezember in Berlin überreicht werden. Verliehen wird sie an Menschen, Institutionen oder Projekte, die „zur Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen“.

Der dazugehörige Verein hat sich dem deutsch-französischen Austausch verschrieben. Vorsitzende ist die ehemalige Bundespräsidenten-Kandidatin Gesine Schwan. Stellvertreter ist der frühere „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert.

RND/dpa