Sarah Lombardi steht bei der ProSieben-Show „The Masked Singer“ mit ihrer Maske auf der Bühne. Quelle: Willi Weber/ProSieben/dpa

„The Masked Singer“-Gewinnerin Sarah Lombardi: „Es war extrem schwer, nichts zu verraten“

Sängerin Sarah Lombardi (28) hat die ProSieben-Show „The Masked Singer“ gewonnen. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht sie über das Singen im 25 Kilo schweren Kostüm, den Moment der Demaskierung und ihre Rolle in der neuen Sat.1-Show „Pretty in Plüsch“.

Sarah Lombardi, endlich ist es raus: Sie steckten unter dem Skelett. Wie groß war die Freude, sich auch noch als Siegerin zu demaskieren?

Ich habe mich wahnsinnig gefreut und war irgendwie total fassungslos. Das hat man mir ja auch ansehen können. Ich bin unfassbar dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

Viele Fans haben Sie bereits nach den ersten Tönen erkannt. Wie schwierig war es, sich nicht irgendwo zu verraten?

Das war extrem schwer. Ich wurde von allen Seiten kontaktiert, ausgefragt, und es wurde extrem viel spekuliert. Auf der anderen Seite war es für mich aber auch ein schönes Kompliment, weil es gezeigt hat, dass man meine Stimme wiedererkannt hat. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt.

Wem haben Sie es denn erzählt?

Julian wusste davon, und Alessio hat es irgendwann auch mitbekommen (ihr Verlobter Julian Büscher (27) und Sohn Alessio Lombardi (5), Anm. d. Red.). Es wurde schließlich zu Hause darüber gesprochen, und manchmal habe ich mir Wiederholungen angesehen. Mein Sohn hat es dann natürlich irgendwann erraten.

Sie haben Ihre gesangliche Linie durchgezogen. Hatten Sie auch überlegt, Ihre Stimme zu verstellen wie zum Beispiel Wigald Boning als Frosch?

Ehrlich gesagt, nein. Ich habe meine Stimme nicht verstellt, auch weil ich Songs gesungen habe, die ich sonst nie gesungen hätte. Gerade der Song „Bring me to Life“ aus der ersten Show ist so ein Lied gewesen, welches ich sonst sicherlich nicht auf einer Bühne gesungen hätte. Das war schon eine ganz schöne Herausforderung.

Sie sind ja eigentlich eine Frohnatur, warum dann dieses schaurige Skelett?

Ich hatte am Anfang ein bisschen die Sorge, dass das Kostüm zu gruselig sein könnte. Aber es war ja ein liebes Skelett und auch ein bisschen verrückt. Ich habe mich in meinem Kostüm dann schnell wohlgefühlt und hatte sogar das Gefühl, dass ich, wenn ich mein Kostüm anziehe, in eine andere Rolle schlüpfen darf.

Wie schwer war es, unter Ihrem Kostüm zu performen? Andere hatten ja arge Probleme. Ihnen war das dagegen zu keinem Zeitpunkt anzumerken.

Ich glaube, wir hatten alle die gleichen Probleme. So ein Kostüm bedeutet natürlich singen unter ganz anderen, erschwerten Bedingungen. Man bekommt viel weniger Luft, man schwitzt ohne Ende, man kann auch stundenlang einfach nicht auf die Toilette gehen. Aber daran gewöhnt man sich. Ich habe dann ja auch mit einem Headset gesungen, weil es so deutlich einfacher war. Mein Kostüm war nämlich so konstruiert, dass das Mikrofon sonst zu weit von meinem Mund entfernt gewesen wäre. Unter dem Skelettkopf konnte ich kaum frei atmen oder mal tief Luft holen. Es ist eben eine ganz besondere Herausforderung.

Haben Sie sich selbst als professionelle Sängerin von Beginn an als Favoritin gesehen?

Nein, eigentlich nicht. Weil man mich eben nicht gesehen hat, hatte ich die Sorge, dass die Zuschauer das Skelett ein bisschen zu gruselig finden und sich vielleicht vor mir fürchten.

Sie haben vom Rateteam um Bülent Ceylan und Sonja Zietlow durchweg hervorragendes Feedback bekommen. Wie wichtig ist diese Rückmeldung, wenn keine Zuschauer im Studio sind?

Es hat auf jeden Fall enorm gutgetan, so viele Komplimente vom Rateteam zu bekommen. Gerade wenn jemand sagt, dass man zu den besten Sängerinnen Deutschlands zählt. Ich hätte nicht im Traum gedacht, dass mir das jemand mal sagen würde.

Ab Freitag sind Sie in der neuen Sat.1-Show „Pretty in Plüsch“ selbst als Panelmitglied zu sehen. Was erwartet die Zuschauer?

Es wird auf jeden Fall verrückt. Es ist in keiner Weise vergleichbar mit „The Masked Singer“, es ist etwas komplett anderes. Bei „Pretty in Plüsch“ ist es so, dass wir unsere Puppencharaktere haben, die in Kombination mit einem Promi ein Gesangsduett bilden. Ich bin total gespannt, welche Überraschungen wir in der Show erleben dürfen. Ich werde hier in die Rolle der Jurorin schlüpfen, darf alles als Beobachterin genießen und muss selbst keine Songs vorbereiten.

Von Nico Schwieger/RND