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Auf eine Vorwäsche sollten Autobesitzer im Winter keinesfalls verzichten, bevor sie durch die Waschstraße fahren. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Autopflege im Winter: Bei Minusgraden ist Vorsicht geboten

München. Wie oft Autobesitzer durch die Waschstraße fahren, hängt vom persönlichen Sauberkeitsempfinden ab. Allerdings gilt das laut ADAC nur für Autos mit einwandfreien Lackoberflächen. Denn mit Vorschäden wie Abplatzern und Kratzern wirkt die aggressive, salzhaltige Lauge aus dem Winterschmutz stark rostfördernd.

Autos mit intaktem Lack trotzen dem Winter

Auch der Unterboden moderner Autos mit verzinkten Blechen, verbessertem Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung ab Werk hat in der Regel kein Problem mit Korrosion. Ein besonderes Augenmerk sollten Autofahrer aber darauf legen, den Unterboden in der Werkstatt vor und nach dem Winter gründlich auf Schäden untersuchen zu lassen.

Der Autoclub rät zu günstigen Waschprogrammen. Wichtig aber ist in jedem Fall eine Vorwäsche, damit grobe Schmutzteile keinen Schmirgeleffekt erzeugen können. Aus gleichem Grund sollten Fahrer auch Eis- und Schneereste entfernen.

Bei Minusgraden ist die Wäsche nur bedingt zu empfehlen

Bei klirrender Kälte allerdings verzichten Autofahrer besser auf die Wagenwäsche. Bei Temperaturen unter minus 10 Grad rät der ADAC davon ab. Denn durch die möglichen extremen Temperaturschwankungen, setzen Autofahrer Lack-, Gummi- und Kunststoffteilen einem Wärmeschock aus.

Diese Belastung kann entstehen, wenn frostig-kalte Autoteile auf das etwa 10 bis 30 Grad warme Wasser aus der Waschanlage treffen. Besonders nachlackierte Lackoberflächen oder solche mit Vorschäden litten langfristig darunter, so der Autoclub.

RND/dpa