In der Debatte um ein Verbot der beliebten Video-App Tiktok tritt die neue US-Regierung auf die Bremse. Quelle: -/AP/dpa

Neue US-Regierung schiebt Tiktok-Streit auf lange Bank

New York. Sie bat am Mittwoch ein Gericht, den von Ex-Präsident Donald Trump angetriebenen Rechtsstreit über die chinesische Anwendung aufzuschieben.

Das US-Handelsministerium prüfe, ob Trumps Vorwürfe gegen Tiktok ein Verbot der Anwendung in den gängigen App-Stores rechtfertige. Der Vorgänger des aktuellen Präsidenten Joe Biden hatte kritisiert, die chinesische App stelle eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar.

Risiken für US-Daten werden geprüft

Zugleich meldete das „Wall Street Journal“, dass Bidens Regierung eine vorgeschlagene US-Übernahme von Tiktok zu den Akten gelegt habe. Diese Pläne seien auf unbestimmte Zeit verschoben. Vergangenes Jahr hatte die Trump-Regierung einen Deal mit den US-Unternehmen Oracle und Walmart geschlossen, über den diese einen großen Anteil an Tiktok übernommen hätten.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, wies den Bericht des „Wall Street Journal“ zwar nicht zurück. Die Biden-Regierung habe aber „keinen neuen proaktiven Schritt“ in dem Prozess unternommen. Die Risiken für US-Daten würden umfassend geprüft, einschließlich derer mit Bezug auf Tiktok. Einen Zeitplan dafür nannte Psaki nicht.

RND/AP