Die Londoner „Times“ hat am Samstag das umstrittene Interview der US-Moderatorin Oprah Winfrey mit Prinz Harry und seiner Frau Meghan kommentiert. Quelle: Joe Pugliese/Harpo Productions/P

„The Times“: Palast sollte nicht auf Harrys und Meghans Kritik reagieren

London. Die Londoner „Times“ kommentiert am Samstag das umstrittene Interview der US-Moderatorin Oprah Winfrey mit Prinz Harry und seiner Frau Meghan:

„Es hat sich ein transatlantischer Riss innerhalb der königlichen Familie aufgetan. In den USA gibt es eine starke Unterstützung für die Sussexes und die weit verbreitete Auffassung, dass Meghan nicht allein ein Opfer engherziger Vorurteile, sondern auch von Rassismus ist. (...)

Die Monarchie spielt eine unschätzbare Rolle bei der Förderung des nationalen Zusammenhalts, doch sie kann diese Aufgabe nur in dem Maße erfüllen, in dem die königliche Familie von der Öffentlichkeit respektiert wird. Für den Palast - und insbesondere für (den Thronfolger Prinz) Charles und (dessen Sohn und Harrys Bruder Prinz) William - wäre es am gescheitesten zu warten, dass der Sturm vorüberzieht, und nicht auf Harrys und Meghans Kritik zu reagieren. Das wäre hart und es mag unfair wirken. Doch die Bewahrung der Monarchie in einem Zeitalter des Pluralismus ist ein Ziel, das anzustreben sich lohnt.“

RND/dpa