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Der FC Bayern München im Jahre 1965: Nach dem Gewinn der süddeutschen Fußballmeisterschaft strebt das Team den Aufstieg in die Bundesliga an. Stehend (von links): Trainer Zlatko „Tschik“ Cajkovski, Adolf Kunstwandl, Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Peter Kupferschmidt, Werner Olk, Jakob Drescher; hockend (von links): Rudolf Nafziger, Rainer Ohlhauser, Gerd Müller, Dieter Koulmann, Dieter Brenninger. Quelle: picture-alliance / dpa

Neue Serie „Gute Freunde“: RTL verfilmt die Pionierjahre des FC Bayern München

Es gab Zeiten, da war der „Fußball‑Club Bayern, München e. V.“ noch nicht die Großmacht im Fußball, die er heute ist. Nach seiner Gründung im Jahr 1900 quälte sich der Verein mehr als sechs Jahrzehnte lang durch untere Ligen, durch die Dörfer der Oberliga Süd und die Regionalliga, weit entfernt vom heutigen Dauererfolg an der Spitze Europas. Doch dann, im Sommer 1965, gelang dem FC Bayern München nach einem 8:0 gegen Tennis Borussia Berlin der Aufstieg in die kurz zuvor gegründete Bundesliga. Es war der Beginn einer sportlichen Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Der Privatsender RTL macht aus diesen späten Gründerjahren des FC Bayern eine aufwendige TV-Eventserie. „Es ist einerseits eine klar deutsche Geschichte, aber sie kann um die Welt reisen, weil der FC Bayern ja weltweit populär ist“, sagte Henning Tewes, Geschäftsführer RTL Television und Co-Geschäftsleiter RTL+, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir planen den Dreh für das Frühjahr 2022.“

Die FC-Bayern-Story als historisches Fernsehepos

In der sechsteiligen fiktionalen TV-Serie in Kooperation mit der Produktionsfirma UFA Fiction will der Sender die Geburtsstunde des größten deutschen Vereins als vielschichtiges, historisches Fernsehepos inszenieren, erzählt aus dem Blickwinkel einiger der „größten deutschen Fußballer aller Zeiten“ (RTL): Gerd Müller, Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner und Uli Hoeneß.

Die Serie basiert auf dem Sachbuch „Gute Freunde: Die wahre Geschichte des FC Bayern München“ von „Spiegel“-Autor Thomas Hüetlin. Die Drehbücher stammen von den „4 Blocks“-Machern Hanno Hackfort, Richard Kropf und Bob Konrad, in der TV-Branche als „HaRiBo“ bekannt.

RTL will vermehrt in fiktionales Fernsehen investieren, um seinen Streamingableger RTL+ (der noch bis Ende Oktober TV Now heißt) mit exklusiven Filmen und Serien attraktiv zu machen. Zu den weiteren Programmhöhepunkten gehören die Serie „Faking Hitler“ über den Skandal rund um die gefälschten Hitler-Tagebücher im „Stern“ mit Lars Eidinger und Moritz Bleibtreu, die „Auris“-Thrillerreihe nach den Krimis von Sebastian Fitzek oder auch „Glauben“ nach Motiven von Ferdinand von Schirach.

Bereits Ende dieses Jahres wird bei RTL+ und im linearen Fernsehen bei RTL die historische Serie „Sisi“ zu sehen sein – eine Neuinterpretation der Geschichte der legendären österreichischen Kaiserin. Die Hauptrollen spielen Newcomerin Dominique Devenport und Schauspielstar Jannik Schümann („9 Tage wach“, „Die Mitte der Welt“, „Charité“). Eine zweite Staffel ist bereits in Arbeit.

Neu ist auch die sechsteilige Medical-Drama-Serie „Der Schiffsarzt“, produziert im Auftrag von RTL+ und RTL von der UFA Fiction in Berlin, in Spanien und auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3″ von TUI Cruises. Schauspieler Moritz Otto spielt darin die Hauptrolle des Schiffsarztes Dr. Eric Leonhard, Anna Puck („Alarm für Cobra 11″) ist als Kapitänin Henriette Mosbach zu sehen und Frédéric Brossier als Barmann Joshua. Eva Löser („Alles was zählt“) spielt die Krankenschwester Emma und Philipp Christopher („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) den Sicherheitsoffizier Pablo Ruiz. Als Tänzerin Darya Petrova ist außerdem Profitänzerin Ekaterina Leonova in ihrer ersten Schauspielrolle zu sehen.

Von Imre Grimm/RND