Donnerstag , 20. Januar 2022
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Wie geht's weiter mit dem „Dschungelcamp“? Der Sender plant vorerst mit einem Dreh in Südafrika. Quelle: Marius Becker/dpa

Trotz neuer Corona-Variante: RTL plant weiterhin „Dschungelcamp“ in Südafrika

Köln. Das „Dschungelcamp“ steht seit Pandemiebeginn unter keinem guten Stern: Anfang diesen Jahres musste die Show, die sonst im australischen Urwald gedreht wird, abgesagt werden. Stattdessen wurde eine Ersatz-„Dschungelshow“ in Deutschland auf die Beine gestellt – dem Gewinner, Reality-TV-Kandidat Filip Pavlovic, wurde eine Teilnahme im echten „Dschungelcamp“ versprochen, das im Januar 2022 wieder auf die Beine gestellt werden sollte. Und weil Australien immer noch strikt ist, was seine Ein- und Ausreiseregeln angeht, verlegte RTL den Drehort nach Südafrika, wie der Sender im Oktober mitteilte.

Nun, nur rund einen Monat vor geplantem Drehbeginn im Januar, kommt die Hiobsbotschaft: In Südafrika breitet sich eine neue Corona-Variante mit dem Namen B.1.1.529 aus. In Deutschland herrscht Sorge, dass die Variante die sowieso schon heftige vierte Welle noch mehr anfachen könnte. Südafrika wird zum Virusvariantengebiet erklärt, Deutschland schränkt den Flugverkehr von und nach Südafrika ein, auch Geimpfte müssen nach einer Rückkehr in Quarantäne, teilt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit.

„Dschungelcamp“: RTL plant weiter mit Dreh in Südafrika

Diese aktuellen Nachrichten werden auch die „Dschungelcamp“-Produzenten mit Unbehagen verfolgen. Dennoch teilt Sendersprecher Franz Rendez dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Freitag mit: „Für das Dschungelcamp wird weiter mit Südafrika geplant, aber natürlich unter Beobachtung der aktuellen Entwicklungen.“ Von der Suche nach einem Ersatzort oder der erneuten Absage ist bisher keine Rede. Doch ein Monat ist in Pandemiezeiten nicht viel Zeit – und große TV-Sendungen brauchen einigen Planungsvorlauf.

Von Hannah Scheiwe/RND