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Es geht weiter mit „Sex and the City“ und Carrie (Sarah Jessica Parker, Mitte), Miranda (Cynthia Nixon, links) und Charlotte (Kristin Davis). Doch eine Hauptfigur stirbt gleich in der ersten Folge. Quelle: --/Sky/dpa

„And Just Like That“: Hauptfigur in „Sex and the City“-Fortsetzung stirbt

Eigentlich startet „And Just Like That“ wie eine typische „Sex and the City“-Folge: wunderbare Sommerkleider, hin und her feuernde Gespräche über den pubertierenden Sex der Kinder, über Podcasts und Influencerinnen-Dasein. Ganz nebenbei wird die Pandemie und der Weggang von Hauptdarstellerin Samantha Jones (Kim Catrall), die nach London verzogen ist, abgehandelt. Und die erste Folge könnte so weiter dahinplätschern zwischen dem Drang, die Kultserie ins Jahr 2021 zu heben, und dem typischen Freundinnengeklüngel.

Wäre da nicht das Ende der ersten Folge – und der Punkt, an dem wir vor Spoilern warnen müssen. Mr. Big, John James Preston, stirbt nach einem Herzanfall in der Dusche des Apartments, das er gemeinsam mit seiner Frau Carrie (Sarah Jessica Parker), wohnt. Die beiden befanden sich im absoluten Glück: kochten gemeinsam, legten ihre Platten nach einer bestimmten Reihenfolge abends auf, tanzten spontan durch die Küche.

Keine kitschigen Einblendungen für Mr. Big

Es wird noch schnell erzählt, dass er Herzprobleme hatte, dass es seine 1000. Fahrt auf seinem Heimtrainerrad war. Doch abgesehen von einer kurzen Einblendung verzichtet die Serie auf großen Kitsch, auf Rückblicke auf die gemeinsame Zeit. War Mr. Big doch über Folgen hinweg der Mann, den Carrie haben wollte und der sich aber nicht binden konnte. Er war der Mann, der sie vor dem Traualtar verließ, um sie dann doch zu heiraten, ganz einfach und ganz schlicht, wie die beiden es sich gewünscht hatten.

Und dann war Mr. Big der Mann, mit dem sie letztendlich ihr Glück in New York fand. Damit war wohl seine Geschichte auserzählt. Nun muss die Serie „And Just Like That“, die seit heute (9. Dezember) bei Sky zu sehen ist (im Streamingdienst Sky Ticket), eine neue Perspektive für Carrie entwickeln.

Von Geraldine Oetken/RND